AUSUFERN: outländish*
01. August - 04. August 2018
Mi 01.08.18 11:00 Uhr
Do 02.08.18 11:00 Uhr
Fr 03.08.18 11:00 Uhr
Sa 04.08.18 15:00 Uhr
1 weiterer Termin
Grüntaler9 (1.-3.8.2018) & Hof der Uferstudios (4.8.2018)

Termine
01. August 2018, 11:00 Uhr
02. August 2018, 11:00 Uhr
03. August 2018, 11:00 Uhr
04. August 2018, 15:00 Uhr
Beschreibung

Unter Beteiligung von Gegenständen, die jeder kennt – Besen, Feger, Bürsten usw. – werden die Künstler*innen in outländish* (Dominique Baron-Bonarjee, Johanna Gilje, Anja Ibsch, Teena Lange, Markus Zimmermann) die scheinbaren Grenzen zwischen Alltäglichem, Politischem und Kunst „ausfegen“ und spielerisch eine ungewohnte Wahrnehmung des gewohnten Stadtraums provozieren. Alle Besucher, Beteiligten und Passanten sind eingeladen, für mehr Selbstbestimmung in Wedding einzutreten. Das Projekt nimmt unter anderem auf Joseph Beuys’ Aktion „Ausfegen“ Bezug, in der er am 1. Mai 1972 in West-Berlin nach Demonstrationen die Straße fegte und den angesammelten Müll gemeinsam mit dem Besen in die Vitrine einer Galerie legte. 

Besen(-wesen) wird es geben in outländish*, Vitrinen nicht.

 

Vom 1. bis 3. August 2018 wird in der grüntaler9 eine offene temporäre Werkstatt für Reinigungsutensilien eingerichtet, in der jede*r ohne Anmeldung nach Belieben werkeln und zuschauen kann. Die gemeinsam von den Künstler*innen und den Besucher*innen geschaffenen Besen(-wesen) werden dann bei einem öffentlichen Gespräch in der grüntaler9 präsentiert und machen sich dann am 4. August auf zu einer Performance-Prozession in die Uferstudios. Dabei werden die Künstler*innen ihre „Reinigungen“ jeweils in ihrer Praxis und in ihrem Tempo durchführen, sicherlich zeitweise auch gemeinsam mit Beteiligten und Passanten.

 

In den vier Werkstatt-Tagen und auf den erlebten Wegen werden Begegnungen, Objekte und Menschen gesammelt, im Hof der Uferstudios an eine lange Tafel eingeladen und zu einer performativen Installation verführt. Als Abschluss gibt es ein Dirty Dinner in und um die Installation.

 

 

Dominique Baron-Bonarjee ist eine französisch-indische Künstlerin, aufgewachsen in Europa und Afrika, lebte in Japan und nun in London und Berlin. Ihre künstlerische Praxis wurzelt in zeitgenössischer Performance und hat sich zunehmend hin zu Installationen, Bewegtbild und Interventionen bewegt, was die Arbeit für den öffentlichen Raum und neue Umgebungen öffnet. Dominique erforscht den Körper als Präsenz in fortwährender Veränderung und nutzt Konzepte wie "Körper ohne Grenzen" und "Körper jenseits der Bedeutung“, um die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Wirklichkeiten zu untersuchen, akzeptierte Strukturen von Gesellschaft und Identität zu stören und die Lücken dazwischen zu erkunden. Ausstellungen und Performances waren u.a in Tokyo, Singapur, Athen, London und auf der Biennale 2015 zu sehen. https://dominiquebaronb.wordpress.com/

 

Johanna Gilje eine Künstlerin und Theoretikerin, die Video, Installation und Performance mit text- und interviewbasierter Forschung verbindet. Ihr Bachelor-Abschluss machte sie mit der Arbeit "Körper im Kontext: Interdisziplinäre Kunst und kritische Theorie" am Evergreen State College. Sie lebt und arbeitet sie in Berlin und beschäftigt sie sich mit den Themen Körper, Prozess und Archiv in Performance, aktuell vor allem konzentriert auf die Form des Interviews und das „Mapping“ von Gesprächen. Derzeit macht sie ihren Master in Raumstrategien an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. https://johannaigilje.org/

 

Anja Ibsch, seit 1993 als Installations- und Performancekünstlerin tätig, beschäftigt sich die sich intensiv mit der Erforschung von persönlichen, kulturellen und sozialen Aspekten der menschlichen Präsenz. Sie befasst sich mit dem Ausloten von Toleranzgrenzen des eigenen Körpers – für sie der innerste Stoff der Performancekunst. In ihren zahlreichen Performances, die sie überall in Europa, in Asien und Amerika realisierte, arbeitete sie mit der Einverleibung von Staub des jeweils spezifischen Ortes, bot ihre Haut als Oberfläche und Nistplatz für Würmer an oder schmolz Eis auf ihren Augen, vollführte also sehr harte Eingriffe in das eigene Selbst. Bildhaft werde hier „ein Stellvertreter“, „ein Doppelgänger“ als Repräsentation gebaut, das Ergebnis, die Kunst, ist ein kristallisiertes Gespräch der beiden: des eigenen Körpers und des Kunstkörpers. https://anja-ibsch.jimdo.com/

 

Teena Lange ist Kuratorin für Performance-Kunst und künstlerische Leiterin der grüntaler9. Sie ist Mitglied im Rat für die Künste und im Vorstand der Association for Performance Art in Berlin. Unabhängige kuratorische Arbeiten entstanden u.a. für die nGbK, den Monat der Performance-Kunst Berlin, Savvy Contemporary, Lange Nacht der Museen Berlin, Brooklyn International Performance Art Festival, performance space London, Supermarket Stockholm, Musrara Festival Jerusalem, Biennale Bern. Aktuell leitet sie das sonntagsbureau, das seit September 2017 jeden Sonntag die Kulturveranstaltungen der Aktion Offener Sonntag in der Amerika-Gedenkbibliothek kuratiert, organisiert und durchführt. www.gruentaler9.com

 

Markus Zimmermann lebt und arbeitet als Bildhauer in Berlin. Seit 2012 folgen Performances. Sie zeichnen sich vordergründig durch spielerische Interaktionen mit dem Publikum aus. Markus Zimmermann spielt mit dem Publikum Mau Mau oder wettet um Geld; er zerstört ihm heilige Objekte oder fordert das Publikum auf, selbst Skulpturen zu gestalten. Die scheinbar harmlosen Performances zitieren strenge Rituale der Liturgie und inszenieren universelle Themen der Mythologie. Frei von ideologischen Plattitüden setzt er Auffassungen und Forderungen von Joseph Beuys zur Sozialen Plastik in die Tat um. Seit 2013 tritt Markus Zimmermann auch als Initiator von Projekten in übergreifenden Kunstgattungen in Erscheinung. So förderte 2013 die Stiftung Kunstfonds das Projekt WELT OHNE ZEIT, eine vierundzwanzigstündige Performance mit 12 Künstlern im ehemaligen tschechischen Kulturzentrum Berlin. Im Team entwickelt und betreut er das Projekt IKONOSTASE in München, Berlin und auf der Cebit in Hannover. http://www.markuszimmermann.info/

Besetzung

Künstlerische Leitung/Konzept: Teena Lange Künstler*innen: Dominique Baron-Bonarjee, Johanna Gilje, Anja Ibsch, Markus Zimmermann

 

Gefördert durch das Programm Soziale Stadt. Danke an das Quartiersmanagement Badstraße.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

1.8.-3.8. 11.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Offene Werkstatt in der grüntaler9


4.8. ab 15.00 Uhr
Performance Prozession von der grüntaler9 zu den Uferstudios, anschließend Dirty Dinner im Innenhof

Ticketpreis
Eintritt frei

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28.11. + 30.11. - 02.12.18, 20:30 Uhr, Uferstudio 1