NAH DRAN extended: re-dance
Alice Heyward
Roni Katz
Louise Trueheart
Uferstudio 7

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Termine
22. April 2017, 20.30 Uhr
23. April 2017, 20.30 Uhr
Beschreibung

Diese Ausgabe von „NAH DRAN extended” vereint drei Arbeiten, die jeweils ein Verhältnis zu einem Tanzarchiv thematisieren, sei es ein persönliches oder ein gemeinsames oder eins, das jemand anderem gehört. Diese Arbeiten widersetzen sich jeglicher Linearität, indem sie sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Erinnerung und Zukunft, zwischen Tanz und den Spuren, die er hinterlässt, verorten. Durch die Schaffung einer feinen Konfrontation zwischen Material und dessen Neuformulierung befragen sie Originalität, das „Neue”, Interpretation, Autorschaft und das, was durch den Körper geht und was darin eingeschrieben bleibt.

Die Reihe NAH DRAN präsentiert in regelmäßiger Folge neue oder weiterentwickelte kurze Stücke junger Tänzer und Choreografen, wobei die Grenzen zu Körper-, Sprech- und Musiktheater sowie Performance offen sind. Sie bietet Tänzern und Choreografen eine Plattform, um ihre Stücke (möglicherweise erstmals) in einem abendfüllenden Rahmen dem Berliner Publikum zu zeigen. NAH DRAN extended heißt, dass die Arbeiten unter einem speziellen kuratorischen Aspekt ausgewählt wurden.

An der letzten Ausgabe von "NAH DRAN extended" im April 2016 war Lee Meir neben ihrer Performance "fourteen functional failures" bereits als Kuratorin beteiligt, 2017 kuratiert sie die "NAH DRAN extended"-Ausgaben im April und Juni. Sie war aber auch als Choreografin und Performerin bereits während ihres Studiums am HZT im ada Studio zu Gast: u.a. präsentierte sie bei "10 times 6" eine Studie zu ihrem später auch international sehr erfolgreichen Solo "Translation included". leemeir.com

Louise Trueheart: matter v
Louise Trueheart und Effie Browen arbeiten 2017 an einer Performance mit der „Everybody‘s Toolbox” (ET) als einzigem Generator von Material: „Wir wollen die ET- Open-Source-Methodik feiern, während wir Ego und Wunsch im Inneren des Glaubenssystems, dass nichts jemals neu ist, verhandeln. Auf diese Weise ist das Projekt nicht biografisch, aber unser Streben, Tänze „wiederzuverwenden”, beruht auf unserer Erfahrung als queere Körper, die sich jeglichem Besitzdenken verweigern, nach Transparenz streben und Ressourcen teilen. Angesichts des buchstäblichen Meeres zwischen uns beginnen wir diesen Prozess, indem wir zwei Soli erarbeiten. Stellen Sie sich einen intimen Dialog vor, der nur aus dem Material besteht, das durch ein Selbstinterview erzeugt wird - mit mir, einem entfernten Freund und einem anonymen Publikum.

Alice Heyward: Before The Fact
Alice lokalisiert ihre Choreografie im Zusammentreffen von Sprache und Bewegung. „Before The Fact” („Vor der Tatsache”) ist ein Stück, das „vom Blatt auf die Bühne” entstanden ist und seine Eckpunkte aus den imaginären Tanznotationszeichnungen des Illustrators Ilya Milstein generiert hat. Alices Arbeit repräsentiert die Choreografie, die in der Zukunft performt wird, eine Zukunft, die Tänze mit einschließt, die fiktive Notationen verkörpern. Die Beziehung zwischen der Arbeit und ihren Spuren umkehrend, rahmt Alice Geschichte neu, indem sie ein Archiv der fragmentarischen Bewegungen kreiert, aus einem Tanz, der fragmentarisch und für immer unvollendet ist. Alices Arbeit erweitert die Grenzen der Choreografie, indem sie visuelle, klangliche und textuelle Formen durchforscht.

Roni Katz: Slides
„Slides” fungiert als verkörperte Erinnerung an Tanzerfahrungen durch die Schaffung einer personifizierten Variation von Werken, die bisher die Tanz„karriere” der Tänzerin beeinflusst haben. Das Stück erkennt Inspiration und Erbe an sowie die Unmöglichkeit, gelernte Muster und Ausbildung abzutrennen. Durch den Einsatz vergangener Methodiken, Stile und Gesten akzeptiert das Stück den Wunsch, mit der Geschichte, dem vorgeschriebenen Wissen in Verbindung zu bleiben, Spuren zu verfolgen und der Symbiose zwischen Gegenwart und Vergangenheit nachzugeben. Eine Tänzerin ist auf der Suche, verfolgt starke Beziehungen und körperliche Pfade, auf der Suche nach den Gründen, warum sie zu tanzen begonnen hat und warum sie immer noch tanzt.

Besetzung

matter v Louise Trueheart | Foto © Effie Bowen

Before The Fact Alice Heyward | Foto © Gregory Lorenzutti

Slides Roni Katz | Foto © Si Wachsman

Kuratiert von Lee Méir

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Ticketreservierungen an ada-berlin@gmx.de oder telefonisch unter 21 800 507

Ticketpreis
sliding scale: 8,00 € - 13,00 €

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