FEMME FATALES
Meredith Kalaman
Uferstudio 1

1 Femme Fatales von Erik Zennstrom QUAD 1
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Termine
Sa 12.08.17 20:30 Uhr
So 13.08.17 20:30 Uhr
Mo 14.08.17 20:30 Uhr
Di 15.08.17 20:30 Uhr
Beschreibung

„Wie sind wir geworden, was wir sind? Und wie wissen wir, wer wir sind?“ Diese Fragen stellte sich die junge kanadische Choreografin Meredith Kalaman für ihr Tanztheaterstück FEMME FATALES.

Inspiriert wurde sie dazu, als sie Kinder dabei beobachtete, wie sie den Reim "Ring around the Rosie" sangen, dabei im Kreis hüpften und sich zum Ende immer auf den Boden fallen ließen. Dieser Reim ist in Kanada sehr bekannt, doch kaum jemand weiß, dass es sich um einen uralten Vers zur Beulenpest handelt.

Deshalb recherchierte Meredith Kalaman danach, welche Geschichten wir erben, ohne ihre Bedeutung zu kennen. Sie suchte nach historischen Begegnungsformen von Frauen und Männern und grub sich schnell in Material aus dem
15. und 16. Jahrhundert ein. Doch in FEMME FATALES wirft sie nicht nur einen Blick auf vergangenes und aktuelles Wirken - sie sucht auch nach der Brücke für die Begegnung von Mann und Frau, deren Verhalten durch ererbte Geschlechterrollen geprägt ist.

Poetisch, kraftvoll und intelligent erzählen die Performerinnen Geschichten, die zum Teil ins Absurde kippen. Es sind Geschichten von Mädchen in Kleidchen, von Mehrheiten und von denen, die noch nie dazu gehörten und von Träumen, die niemals wahr werden. Kinderreime und Zaubersprüche sind dabei Bestandteil der Choreografie; ein Objekt, das an einen Hexenkessel erinnert, bestimmt den Bühnenraum.

Im März 2017 gewann Meredith Kalaman zum zweiten Mal den begehrten Chrystal Dance Preis. Der von Dance Victoria (British Columbia/Kanada) gestiftete Preis wird jährlich an freie kanadische Tanzkünstler*innen vergeben, um ihnen internationale Kollaborationen zu ermöglichen. Dadurch konnte Meredith Kalaman ihre erste abendfüllende Produktion FEMME FATALES im Mai 2017 in Vancouver zur Uraufführung bringen und sie nun vier Mal in Zusammenarbeit mit dem ada Studio dem Berliner Publikum präsentieren.

Im Anschluss an die Veranstaltung am 13.08.2017 Gesprächsrunde in Zusammenarbeit mit Theaterscoutings Berlin.

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Besetzung

Choreografie Meredith Kalaman in Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen | Tanz Kate Franklin, Felicia Lau, Meredith Kalaman | Sounddesign Stefan Smulovitz | Lichtdesign Kyla Gardiner, Emese Csornai | Bühnenbild Eugene Kalaman, Ivan Jovanovic | Dramaturgie & Management Berlin Gabi Beier

Meredith Kalaman wurde 2015 und 2017 mit dem Chrystal Dance Prize, vergeben von Dance Victoria (British Columbia/Kanada) ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden in Kanada, in den USA und in China gezeigt. Sie absolvierte eine Ausbildung beim Ballet BC Mentor Program (2003-2005) und tanzt seitdem in verschiedenen Companies und arbeitet mit ganz unter­schiedlichen Choreograf*innen. www.meredithkalaman.com

Felicia Lau lebt und arbeitet als freie Tänzerin in Vancouver. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der renommierten SFU School for the Contemporary Arts, Vancouver und arbeitet seitdem mit ganz unterschiedlichen Choreograf*innen, hauptsächlich in Kanada. Sie gastierte bei Festivals und gründete unlängst mit zwei Kolleginnen das Kollektiv Farouche, das im Herbst 2016 seine erste eigene Produktion herausbrachte.

Kate Franklin verbrachte ihre ersten Berufsjahre als Tänzerin in Toronto, wo sie auch ihre ersten eigenen Stücke erarbeitete und präsentierte. In Toronto produzierte sie auch zahlreiche abendfüllende Tanzstücke als künstlerische Ko-Direktorin der Companies firstthingsfirst productions und Ambitious Enterprises. 2014 erhielt sie den Dora Mavor Moore award für ihre herausragende Performance in dem Solo „Gotta Go Church“ von Valerie Calam. Seit einigen Jahren in Vancouver lebend, arbeitet sie u.a. mit Justine A. Chambers und der Company Tara Cheyenne Performance. Im Herbst 2016 wurde sie stellvertretende Direktorin von Modus Operandi, einem Weiterbildungsprogramm für junge Tänzer*innen in Vancouver.

Stefan Smulovitz ist Komponist, Geiger und Laptopkünstler. Er performt in der Impro-Szene weltweit und hat mehr als 50 Filmmusiken geschaffen. Er ist einer der meist gefragten Komponisten für Tanz und Theater in Kanada. Unlängst war er in Bhutan, um Sounds für die Musik zur preisgekrönten Dokumentation „Power of the River“ von Greg I. Hamilton zu sammeln.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Dieses Gastspiel wurde ermöglicht durch den Crystal Dance Prize 2017.

Welturaufführung am 3. Mai 2017 im Shadbolt Centre for the Arts, Burnaby (British Columbia/Kanada)

Ticketpreis
13,00 € / 8,00 €

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Tanzparty #9 und Jahresabschlussfeier der Berlin Mondiale
21. Dezember 2017, 18.00 Uhr, Uferstudio 14
NAH DRAN 68 - Alicia Grant, Lyllie Rouvière, Laura Witzleben 
20. + 21. Januar 2018, 20:30 Uhr, Uferstudio 7 
PURPLE 23. – 28. Januar 2018 

Mit PURPLE sollen Kinder und Jugendliche für zeitgenössischen Tanz neugierig und begeistert werden. Der Hauptstandort des Festivals sind die Uferstudios.
www.purple-tanzfestival.de