NAH DRAN 68
Alicia Grant
Lyllie Rouvière
Laura Witzleben
Uferstudio 7

1 Laura Witzleben c Paul Sixta NAH DRAN 68 ada Januar 2018quad 1
Termine
Sa 20.01.18 20:30 Uhr
So 21.01.18 20:30 Uhr
Beschreibung

Die Reihe präsentiert in regelmäßiger Folge neue oder weiterentwickelte kurze Stücke junger Tänzer und Choreografen, wobei die Grenzen zu Körper-, Sprech- und Musik­theater sowie Per­for­­mance offen sind. Sie bietet Tänzern und Choreografen eine Plattform, um ihre Stücke (mög­lich­er­weise erstmals) in einem abendfüllenden Rahmen dem Berliner Publikum zu zeigen. Seit der ersten NAH DRAN-Vorstellung im Februar 2007 haben sich bereits mehr als 250 Newcomer und Neu­ankömm­linge in Berlin im ada präsentiert. „Nah dran“ ist dabei Programm: in der direkten Nähe von Bühne und Zuschauerraum in der Studiobühne begegnen sich Tänzer und Zuschauer auf Augenhöhe.


Alicia Grant: Coming over an Environment
„Coming over an Environment” wirft Fragen über das Gefühl für einen Raum auf, der mit Menschen gefüllt ist. Ich möchte untersuchen, wie ich die Stimmung eines Raumes mit meinem Körper und einigen Hilfsmitteln beeinflussen kann. Ist es möglich? Wie ein Geruch, der die Umgebung erfüllt, kommt und geht und sich verwandelt und fortsetzt. Ich möchte den Raum, den Ort und die Zeit thematisieren, wo wir uns tatsächlich befinden, aber dann auch ein Phantasiebild entwerfen. Einen Ausflug machen. Eine Illusion kreieren. Was auch immer ein Wort dafür ist, einen Raum für das Nicht-Wissen zu schaffen.
Einige Amateur- und professionelle Fähigkeiten und Interessen, die verwendet werden sollen: extrazelluläre Matrix des Raums; Verführung; wie man anders sieht; wie man sieht, was da ist; große Beats/große Stille; setz dich einfach in die Dunkelheit und fühle; Hohlraum und Leere; nicht wissend/nicht sorgend; und schließlich der magnetische Griff des Wissens. Keine Trampoline.


Lyllie Rouvière: Air-conditioning
Ausgebildet in Architektur und Tanz, erforscht Lyllie Rouvière das Konzept des Bewohnten, indem sie der Frage nachgeht, wie man Leben in verlassene Räume zurückbringt.
Klimatisierung ist ein Prozess, um Wärme zu kontrollieren, ein Tanz, der durch „mehr ist mehr ist mehr” kontaminiert ist, durch perverse Situationen zerrissen, komprimiert und durch den Raum erweitert. Aus dem Inneren eines besetzten Raums verbessert die Klimaanlage den Komfort oder das Unbehagen der Insassen.
„Wenn Architektur Gebäude trennt, bringt sie die Klimatisierung wieder zusammen. Klimaanlagen haben mutierte Organisations- und Koexistenzregimes diktiert, die die Architektur hinter sich lassen. Ein einziges Einkaufszentrum ist heute das Werk von Generationen von Raumplanern, Handwerkern und Organisatoren, wie im Mittelalter; Klimatisierung erhält unsere Kathedralen. Weil es Geld kostet und nicht mehr frei ist, wird der klimatisierte Raum unweigerlich zu einem bedingten Raum.” Auszug aus „Junkspace”, Rem Koolhaas, 2002.


Laura Witzleben: Don‘t smoke under water
Zwei Frauen, die auf fragile und zugleich kraftvolle Art in einem körperlichen Equilibrium miteinander verbunden sind. „Don't smoke under water” zeigt viele Nuancen von menschlichen Beziehungen - deren Fragilität und Vertrauen, aber auch die unausweichliche Brutalität, die jede enge zwischenmenschliche Bindung mit sich bringt.
„Don't smoke under water” befasst sich mit dem Thema (Un-)Abhängigkeit: was es heißt, von jemandem, etwas, einem Gefühl, einem Leben abhängig zu sein und gleichzeitig der Versuch, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen. Als ich begann, das Stück zu choreografieren, hatte ich als ersten Gedanken das Bild von Familienbindungen vor Augen. Familienmitglieder sind für die meisten Menschen die Personen, zu denen sie sich ihr Leben lang in einem Kreislauf von Abhängigkeit und Unabhängigkeit bewegen. Wir durchlaufen den Kreis vom Baby/Kleinkind und der absoluten Abhängigkeit in dieser Phase über die Zeit des Erwachsenwerdens, in der wir meist versuchen, uns ein Stück weit von unserer Familie zu distanzieren und herauszufinden, wer wir selbst sind. Bis zu der Phase hin, in der unsere Eltern alt werden und sich Schritt für Schritt und unausweichlich wieder selbst in die Abhängigkeit zurück begeben. In „Don't smoke under water” befinden sich  zwei Körper in dem konstanten Wechsel von Vertrauen, Verletzlichkeit, Verletzung, Sehnsucht und Zurückweisung.

 

Besetzung

Alicia Grant: Coming over an Environment

Lyllie Rouvière: Air-conditioning
Choreografie: Lyllie Rouvière
Performance: Julek Kreutzer


Laura Witzleben: Don‘t smoke under water
Choreografie: Laura Witzleben
Tanz: Anna Fransen, Laura Witzleben

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Ticket-Reservierungen unter 030-21 800 507 oder ada-berlin@gmx.de

Ticketpreis
8-13 € (sliding scale)

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