10 times 6
Uferstudio 7

QUAD8
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Termine
Sa 14.04.18 20:30 Uhr
So 15.04.18 20:30 Uhr
Beschreibung

„10 times 6“ heißt: 10 Stücke, keines länger als 6 Minuten, an einem Abend. Die Reihe gibt (noch) unbekannten Tänzern, Choreografen, Regisseuren... die Möglichkeit, in einem einfach gestalteten Rahmen ihre Werke zu zeigen. Zum 11. Performer wird dabei der Lichtdesigner, denn nach exakt 6 Minuten geht das Licht aus. Was dann nicht gesagt bzw. getanzt wurde, bleibt im Dunkeln. Bei der einundzwanzigsten Ausgabe von „10 times 6“ sind dabei:

Audrey Rose Burden & Nicole Wendel: YES_NO_YES
Wie gehen wir auf kommunikative Impulse unseres Gegenübers ein? Wann stimmen wir zu? Wann nicht? Welche Angebote geben wir zurück? Audrey Rose Burden und Nicole Wendel begeben sich auf eine spielerische Suche und lassen die Intensität von Entscheidungen in ihrer Performance „YES_NO_YES” als einen physischen und zeichnerischen Dialog sichtbar werden. Die tatortartige Kreidezeichnung, die entsteht, verweist dabei wie ein Nachbild auf ihre Positionierungen.

Anjal Chande: This Is How I Feel Today
„This Is How I Feel Today” ist ein Projekt, das die Nuancen eines jeden Tages anerkennt, reflektiert und spürt. Dieses Solo untersucht Fragen wie: Was bedeutet es, unsere Gedanken und Emotionen zu beobachten? Was bedeutet es, aufmerksam zu sein? Wie fühlt es sich an, in diesem politischen Moment zu leben? Was bedeutet es, sich lebendig zu fühlen? Die Arbeit versammelt ein Mosaik aus introspektivem Text, origineller Musik und improvisationsbasierter Bewegung, um diese Fragen auf persönliche und philosophische Weise zu untersuchen.

Gosia Gajdemska: the (first) touch
(...) der Moment des Berührens… Selbst auf den untersten Ebenen des Lebens hat dieser Moment etwas Entscheidendes. Er enthält… Wir träumen davon, wir stellen uns das vor, und das zivilisierte Leben ist nichts anderes als eine fortwährende Anstrengung, es zu vermeiden. Ob die Resistenz nach diesem Moment fortgeführt wird oder ganz aufgegeben wird, hängt vom Verhältnis der Kraft zwischen dem Berührenden und dem Berührten ab, oder vielmehr davon, wie sich der Berührte dieses Verhältnis vorstellt (…)
(Elias Canetti „Masse und Macht”)

Julia Gladstone mit Xenia Taniko: Thumb
„Thumb” ist eine Physik der Psyche, eine Maschine die das Selbst rekonstruiert. Eine Skulptur der Zugehörigkeit. Ihre Substanz eine formlose, sich verwandelnde Masse – verwickelt und drängend. Gemeinsam werden die Performer zu einer Gemeinschaft multipler Selbst, ein Netzwerk interdependenter Beziehungen hervorbringend. Die Idee des individuellen, kohärenten Performers wird aufgelöst, um Raum zu schaffen für eine texturierte und unvorhersehbare Psyche-als-Landschaft. Wir widmen uns dem Primordialen und Unaussprechlichen, um in Echtzeit Zukunftskörper zu generieren, die neu ausloten, wie wir im Jetzt zusammen sein können.

Martijn Joling: The day after yesterday
Ein Darsteller wird auf eine Bühne gestellt ...
...und bekommt einen Score
Die Partitur kann maximal 24 Stunden vor der Vorstellung in Empfang genommen werden und nur einmal von einem Darsteller interpretiert werden.
Es gibt viele Informationen.
Sehr wenig Zeit...
„The day after yesterday” ist ein soziales und performatives Experiment zur Entscheidungsfindung. Wie entscheiden sich Menschen und auf welcher Basis?
Wie beeinflusst unsere Umgebung unsere Entscheidungen und was wird von uns erwartet?
Wie bewusst sind wir? Der Performer stimmte den Bedingungen zu...
Womit werden wir enden?

Manuel Meza: Ates
In der Hoffnung, ein Gespräch anzustoßen, ist „Ates” ein Versuch, die energetische Verbindung zwischen Trauer und Sucht zu finden. Wenn der Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren, zu stark wird, suchen wir oft nach einem Weg, vor der Realität zu fliehen und uns zu betäuben. Sobald der Schmerz nicht länger überwunden werden kann, bleiben wir mit einer Welle der Agonie zurück.

Nicole Michalla/Maria Torrents/Alba del Rio Serrato: Nomen Nescio
„Nomen Nescio” handelt von Gedächtnis und Schizophrenie. Selbst ein schizophrener Charakter, stellt „Nomen Nescio” all jene dar, die von einer Gesellschaft ohne Erinnerung isoliert und vergessen wurden. „Nomen Nescio” bezieht sich auf eine unbestimmte Person oder jemanden ohne eine spezifische Identität. Das Stück kreist um die Bedeutung, die Erinnerung bei der Konstituierung von Identität und der Konstruktion kollektiver Erinnerungspolitik hat. Inspiriert von dem argentinischen Musiker Luis Alberto Spinetta, Vincent van Gogh und Antonin Artaud, die für sich eine andere Realität geschaffen haben, macht dieses Stück sie alle wieder sichtbar.

Enrico Paglialungo & Giacomo Mattogno: Mapping
Das Projekt ist eine ambitionierte Idee, die sich aus dem Interesse beider Künstler an einer neuen stimulierenden Forschung ergibt, die in der Lage ist, die Beziehung zwischen Musik und Bewegung neu zu gestalten. Ausgehend von einer gemeinsamen Betrachtung des Aufführungsraums als musikalischen Boden führen vorgegebene Parameter die beiden Darsteller in eine experimentelle Interaktion zwischen Raum, Klang und Bewegung. Der Komponist reagiert auf das Bewegungsmuster des Tänzers, der nach und nach das Verhältnis von Klang und Raum untersucht. Die Kreation ist ein work in progress und basiert auf einer ersten Idee, die sich noch in der Entwicklung befindet.

Maria Novella Tattanelli: Grab
„Wir finden uns als Ergebnis von etwas. Unsere Entscheidungen erlauben uns zu sein, wer wir sein wollen. Wir könnten uns von den Auswirkungen innerer Ursachen gepackt fühlen, die vorher bewusst oder unbewusst entstanden sind. An einem Punkt könnten wir uns entscheiden, aus diesen Ursachen herauszutreten, indem wir die Ketten ihrer permanenten Absichten brechen und tief hinab steigen, diese inneren Seile zu finden.
‚Grab‘ – als eine physische Reise - geht zurück, um Mustern und Verhaltensweisen zu folgen, um sensibel zu reflektieren, was es wirklich bedeutet, in Gefühlen, Situationen, Beziehungen, Umgebungen, in unserem Leben in unseren Gesellschaften fest zu stecken, bis wir Perspektiven für neue Anfänge finden.”

Julia Vandehof: Persephone - A work in progress showing
Eine Blume, 7 Stück Granatapfelkerne, ein Schatten.
Sie hat das Essen der Toten probiert, sagen sie.
Die Performance taucht in die Welt vertrauter Geister und Phantome, Ausgangs- und Referenzpunkt ist die mythologische Geschichte von Persephone und ihre unausgesprochene Schattenseite. Der Hades, die Unterwelt mit seiner detailliert beschriebenen Landschaft, seinen Geschichten, Charakteren und Göttern, ist Inspiration. Persephone, die Königin der Toten, bezieht sich auf den Zyklus Leben – Tot - Wiederauferstehung und die Notwendigkeit, den Tod im Leben umarmen zu lernen.
Das Publikum wird in das Haus des Hades eingeladen. Die Atmosphäre wird durch Bewegung, non-linares Storytellig, Sound und Licht kreiert.

 

Besetzung

Audrey Rose Burden & Nicole Wendel: YES_NO_YES

Anjal Chande: This Is How I Feel Today
Konzept, Performance, Originalmusik & Text: Anjal Chande

Gosia Gajdemska: the (first) touch

Julia Gladstone mit Xenia Taniko: Thumb

Martijn Joling: The day after yesterday
Konzept: Martijn Joling
Performance: Amy Pender (14.4.), Ichiro Sugae (15.4.)

Manuel Meza: Ates

Nicole Michalla/Maria Torrents/Alba del Rio Serrato: Nomen Nescio

Enrico Paglialungo & Giacomo Mattogno: Mapping
Konzept: Enrico Paglialunga & Giacomo Mattogno
Original Live-Musik: Giacomo Mattogno
Tanz: Enrico Paglialunga

Maria Novella Tattanelli: Grab

Julia Vandehof: Persephone - A work in progress showing

+++ Das ada erhält für die Jahre 2017/ 18 eine Spielstättenförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten. +++

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Ticketing: Tel.: 21 800 507, ada-berlin@gmx.de

Ticketpreis
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AUSUFERN - MENSTRUAL METAL Workshop, Jule Flierl
kostenlos, mit Anmeldung
22.+23./29.+30.07.19
THE REVERSED ALCHEMIST: FIGURE 1-3 - Ixchel Mendoza Hernández 
18. - 21.07.19 19:00 Uhr, Uferstudio 1
(in)Visible - Jess Curtis 
18. - 21.07.19, 20:30 Uhr, Uferstudio 14
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
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