Alumni.Tanz.Berlin-Festival
Uferstudio 7

QUAD10
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Termine
Do 03.05.18 20:30 Uhr , Pauline Payen, Don Mabley-Allen, INNER / Marlene Naumann & Cathleen Rabe, Hanna Kritten Tangsoo
Fr 04.05.18 20:30 Uhr , Pauline Payen, Don Mabley-Allen, INNER / Marlene Naumann & Cathleen Rabe, Hanna Kritten Tangsoo
Sa 05.05.18 20:30 Uhr , Lulu Obermayer, Rebecca Driler & Aaron Vazquez, Renen wt.bojtr
So 06.05.18 20:30 Uhr , Lulu Obermayer, Rebecca Driler & Aaron Vazquez, Renen wt.bojtr
Beschreibung

Das 2018 erstmals stattfindende Alumni.Tanz.Berlin-Festival setzt, wie schon das mittlerweile in sein 11. Jahr startende „S.o.S. - Students on Stage“-Festival, den Ruf nach einem Zusammen­kommen von Akteur*innen aller Berliner Ausbildungsstätten fort. „S.o.S.” hat es sich zum Ziel gesetzt, mit den studentischen Arbeiten eine möglichst große Bandbreite von Ästhetiken und Arbeitsweisen im zeitgenössischen Tanz sichtbar zu machen. Augenfällig ist jedoch, dass diese Diversität mit dem Übergang der Graduierten in die freie Berliner Tanzszene verloren geht. Das Alumni.Tanz.Berlin-Festival richtet sich daher erstmals gezielt an Absolvent*innen aller Berliner Ausbildungsinstitutionen für zeitgenössischen Tanz. Die eingeladenen Künstler*innen finden die Möglichkeit, unter einer Mentor*innenschaft und dramaturgischer Begleitung eine (erste) eigene Produktion zu erarbeiten und zu präsentieren. Das Festival bietet, neben einem kleinen Produktions­­budget, Raum für Unfertiges und Ausprobiertes, für erste kleine und große Schritte in der freien Berliner Tanzlandschaft kurz nach der Ausbildung.

Programm:
Donnerstag, 3. Mai 2018, und Freitag, 4. Mai 2018, jeweils 20:30

Pauline Payen: Something Stiky is Stuck
Pauline Payen kombiniert ihre Forschung zu paradoxen Aspekten psychologischer Klangtechniken (Musik, binaurale Beats, positive Affirmationen) mit X. Lisboas Moving-Image-Awareness-Methode und nutzt Elemente ihrer Abschlussarbeit „A Very Unique Gift“. Auf spielerische Weise inszeniert sie Machtdynamik, arbeitet mit Lächerlichkeit, Ernsthaftigkeit und einer leichten Respektlosigkeit. Sie sieht die Welt als einen Ort der Drag-extended-Praxis, ihre Sammlung von Personas wächst ständig, entwickelt sich weiter, kehrt zurück und nimmt die Fiktion als Strategie an. Die Erzählungen sind als Rätsel aufgebaut.

Pauline Payen ist Performerin, bildende Künstlerin und entwickelt Alias. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin, macht Soloarbeiten und arbeitet international mit verschiedenen Künstler*innen zusammen (Alice Chauchat, Larisa Navojec, Vulva Club, Wasteband, Xica Lisboa u.a.). Sie hat z.B. bei Platforma HR, Uferstudios, Musée de la Chasse et de la Nature, Galerie Ida Schmidt gespielt und ausgestellt. Sie ist Absolventin des MA Solo, Dance, Authorship (HZT), Mitbegründerin des OVNi Video-art Festivals in Nizza und Gründerin der Online-Radiosendung The Voyager.

Xica Lisboa ist Performerin und Tanzkünstlerin. Sie unterrichtete szenische Körper, Tanz und Improvisation für Performende, Kinder und Anfänger*innen und arbeite mit Künstler*innen als Trainerin für den Körper auf der Bühne. Xicas Erfahrung und Interesse an somatischen Bewegungsmethoden und Präexpressivitätstrainings spielen in ihrer Arbeit eine wesentliche Rolle. Ihr Anliegen ist die innere Erfahrung des Körpers als Mittel zur Erweiterung der Selbstwahrnehmung und des Bewusstseins. Xica interessiert sich für Kunst und somatische Praktiken als Möglichkeit der differenzierten Nutzung von Zeit und Raum.

Tamara Dagan, Don Mabley-Allen, Sara Paternesi, Antonio Savoia, Clara Federica Crescini, Mariana Varela, and Flavia Zaganelli: It Used To Be Like That
Zeit nehmen. Nimm dir einen Raum dazu. Mindestens vier Wände, einen Boden und eine Decke. Darin sind Formen, Farben, Volumen, Wörter; unter einem Dach gesammelt und mit Titeln versehen.
Das Museum ist ein Paradox, ein endlicher Raum für Artefakte und Objekte aus unendlicher Zeit. Wir existieren hier in diesem Moment, und jetzt dieser.
Der Instinkt ist autorisiert, Empfindungen werden befolgt, und wir sind Formen, Farben, Volumen und Namen. Können diese Körper herausragende Kunstwerke, Künstler, Besucher, Didaktik an den Wänden sein?
Wir sind jetzt hier. Wir könnten tanzen. Mal sehen, was wir sehen können.
Sollten wir nicht unsere eigenen Spuren bewahren?

„It Used To Be Like That” wurde von Tamara Dagan, Don Mabley-Allen, Sara Paternesi, Antonio Savoia, Clara Federica Crescini, Mariana Varela und Flavia Zaganelli, alle Studierende im Dance Intensive Programm 2016-2017 der Tanzfabrik Berlin, kreiert. In gemeinsamen Klassen, Improvisationen, Kompositionsübungen und Performance-Projekten haben wir eine organische Art der Zusammenarbeit entwickelt, die den improvisierenden Körper als Ausgangspunkt nimmt. Die dabei entstehenden Bilder, Empfindungen und Ideen werden in Bewegung zurückgeführt und nach und nach entsteht dabei Tanz.

INNER/Marlene Naumann & Cathleen Rabe: Zwei Schwestern
Das zeitgenössische Performance-Stück „Zwei Schwestern“ beschäftigt sich mit der Verbindung der Themen Scham und Weiblichkeit. Die historische Rolle der Frau wird untersucht und gleichsam mit aktuellen, eigenen Erfahrungen in Verbindung gebracht und verglichen. In riesigen, mehrlagigen Röcken verschiedener Farben werden unterschiedlichste Schauplätze der Scham erkundet. Neue Grenzen des Wohlbefindens werden gesucht und vorhandene hinterfragt. Wo hindert uns die Scham, zu tun, was wir tun wollen? Sind die Beweggründe unseres Verhaltens eigene Bedürfnisse oder das Bestreben, anderen zu gefallen?

Hanna Kritten Tangsoo: The blue blue me
„The blue blue me” beginnt mit dem starken Wunsch zu glauben und einer unklaren Richtung. Der Körper wird der Schatz genannt und der Geist bläst einfach. Der Raum wird den Urheber nicht erkennen, und der Tanz wird einfach nicht passen. Du wirst die Absicht sehen, aber die Gründe vergessen. Und dann wird alles schneller und schneller, bis sich die Geschichte in ein riesiges Feld von Möglichkeiten auflöst, die nie in Angriff genommen werden sollten. Und niemand wird voreilige Schlüsse ziehen, wir werden uns schon darin befinden. Die Regel ist zu predigen. Um ehrlich zu sein, mehr real und mehr morgen oder sogar zwei Tage danach. Nichts kann trocknen. Und alles wird.

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Programm:
Samstag, 5. Mai 2018, und Sonntag, 6. Mai 2018, jeweils 20:30

Lulu Obermayer: The Girl(s) of The Golden West, Act I
nach der Oper von Giacomo Puccini

Die Oper La Fanciulla del West findet während des Goldrausches(1849/1850) statt, bevor Kalifornien von den USA annektiert wurde, einer Zeit von ethnischer und ökonomischer Diversität an einem Ort, an dem alle Menschen die Möglichkeit hatten ein neues Leben für sich zu entwerfen.
Act I findet im Saloon Polka statt, der von der Protagonistin Minnie betrieben wird. Es verbindet dort alle das Streben nach Gold und die Empfindungen von Melancholie und Heimweh.
Diese Qualitäten werden in der Performance untersucht, um eine affektive Landschaft herzustellen, in der Verlust und Hoffnung gleichzeitig gefühlt werden.

Rebecca Dirler & Aaron Vazquez: DIVΞRSIDΞM
Vor einer Weile sind diese vier ausländischen Künstler das Risiko eingegangen, in ein anderes Land zu ziehen. In den letzten Jahren mussten sie sich auf eine neue Kultur einstellen, sich einer neuen Mentalität anpassen und eine neue Sprache lernen und entschlüsseln. Zusammengefasst: Sie modifizieren ihre Art der Kommunikation.
In diesem Stück wollen sie zusammen mit dem Publikum ihre neue Identität untersuchen. Ein besonderer Aspekt dieser Arbeit ist die Verbindung zwischen ihrer Muttersprache und der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit und wie die Nuancen einer neuen Sprache können diesen Prozess ändern und gestalten können.

Renen wt.bojtr: SENSITIVE SKIN
„SENSITIVE SKIN” ist ein Stück über das Kitzeln. Mit einer ordentlichen Portion Spaß und Leid beschäftigt es sich mit der Sensibilität von Körper und Charakter. Als unwillkürliche Reaktionen enthüllt Kitzeln etwas aus dem tiefsten Inneren von uns in Momenten, in denen wir am wenigsten bereit sind. Resultierend aus einer empfindlichen Konstitution wird auch ein empfindliches Wesen freigesetzt.
Wir kitzeln aus Liebe, während wir uns lieben. Aus Mitgefühl, aus Zuneigung. Wir kitzeln vor Freude oder aus Provokation. Aus Ohnmacht, aus Peinlichkeit. Mit Leidenschaft. Mal schmerzhaft, mal entspannend. Und vor Ihren Augen kitzeln wir ausnahmslos mit Komfort und kitzeln mit Spannung.

Besetzung

Donnerstag, 3. Mai 2018, und Freitag, 4. Mai 2018, jeweils 20:30
- Pauline Payen: Something Stiky is Stuck
- Don Mabley-Allen & Co: It Used To Be Like That
- INNER/Marlene Naumann & Cathleen Rabe: Zwei Schwestern
- Hanna Kritten Tangsoo: The blue blue me

Samstag, 5. Mai 2018, und Sonntag, 6. Mai 2018, jeweils 20:30
- Lulu Obermayer: The Girl(s) of The Golden West, Act I
nach der Oper von Giacomo Puccini
- Rebecca Dirler & Aaron Vazquez: DIVΞRSIDΞM
- Renen wt.bojtr: SENSITIVE SKIN

Programmierung/ Mentoring/Dramaturgische Begleitung:
 Alex Hennig, Cilgia Carla Gadola, Gabi Beier, Johanna Withelm

Gefördert aus Mitteln der spartenoffenen Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Sen KuEu logo quer

+++ Das ada erhält für die Jahre 2017/ 18 eine Spielstättenförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten. +++

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Ticketing: Tel. 21 800 507, ada-berlin@gmx.de

Ticketpreis
sliding scale 8,00 € – 13,00 €

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D.R.A.G. - Dingus. Realities. Android-Animal. Group - WILHELM GROENER 
17. - 20.10.18, 20:30 Uhr, Uferstudio 12 & 14


On a Clear Day - Milla Koistinen 
18. - 21.10.18, 19:00 Uhr, Uferstudio 1
Open Spaces #3-2018 - Tanzfabrik Wedding
24. Oktober - 04. November 2018 mit Ivana Müller, Felix M. Ott, Christina Ciupke, Gérald Kurdian, Darko Radosavljev, Jacopo Lanteri, Peter Stamer, Julian Weber, Hyoung-Min Kim, Ixchel Mendoza Hernández, Diethild Meier