20.30 Uhr Uferstudio 14
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„Ein Labyrinth“, schreibt Gilles Deleuze, „wird etymologisch vielfältig genannt, weil es Falten hat. Das Vielfältige ist nicht dasjenige, was viele Teile hat, sondern was auf viele Weisen gefaltet ist.“
In ihrer neuen choregografischen Gruppenarbeit „Experience #1“ greift Isabelle Schad Gedanken über die Falte auf, fragt nach der Form des Werdens und der vielfältigen Wandlungen. Gemeinsam mit 26 TänzerInnen aus 11 Ländern untersucht sie die Zusammenhänge zwischen embryonalen Entwicklungsmustern, deren Bewegungsrichtungen, Faltungen, Ausstülpungen in ihren raum-zeitlichen Verhältnissen. Hier geht es um die Erfahrung der sich in ständiger Evolution und kontinuierlichem Fluss wiederholenden Bewegungsmuster, die in ihrer Variabilität und Differenz zu etwas Neuem führen.
In der Gruppe von Experience#1 ist der Einzelne zugleich Teil eines Ganzen - des kollektiven Schaffens - und Subjekt der eigenen Bewegungsfindung.
Innerhalb von drei Wochen entstehen in einer gemeinsamen Praxis Partituren, zu folgenden Fragen: Welche Zusammenhänge bestehen zwischen künstlerischen, menschlichen, (an)organischen, kulturgeschichtlichen und musikalischen Entstehungsprozessen? Welche Vergleichsmöglichkeiten tun sich auf zwischen Formen des Werdens und Formen gesellschaftlicher Organisation? Inwiefern beinhaltet die Praxis Gemeinschaft?
Jede Vorstellung von Experience #1 ist eine eigene (oder neue) Manifestation ihrer Materialien, ihrer Scores und ihrer Recherche zwischen Form und Werden, Sinnlichkeit und Struktur, Rausch und Abstraktion, embryologischer Prozesse und Choreographie, Klang und Natur, Natur und Kultur, Selbst und Umgebung, Tanz und Lust.
Konzept, Choreografie: Isabelle Schad Co-Choreografie, Performance: Selma Banich, Nino Bokan, Roberto Bolivar, Moyra Silva Rodriguez, Ivaylo Dimitrov, Jorge Gonçalves, Roni Katz, Nikolina Komljenović, Vera Knolle, Inna Krasnoper, Nina Kurtela, Martha León, Maja Marjančić, Sarah Menger, Andrea Ochoa, Eduard Mont de Palol, Sybille Müller, Carlos Maria Romero, Ivana Rončević, Martina Rösler, Lola Rubio, Karolina Šuša, Martina Tomić, Nils Ulber, Ivana Vratarić, Marysia Zimpel Künstlerische Zusammenarbeit: Alain Franco, Laurent Goldring Licht & Technik: Mehdi Toutain-Lopez Klangberatung & -synthese: Kassian Troyer PR, Produktionsleitung: Susanne Beyer
Dank an: Christina Amrhein, Fahri Akdemir, Laurent Goldring, Ana Rocha, Wiesen55 e.V. - und alle, die uns mit Unterkünften und Teilnahme an den Open-Practice Sessions beiseite standen
Eine Produktion von Isabelle Schad. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von und in Kooperation mit: Arts Station Foundation Poznan, Botschaft von Portugal, Bulgarisches Kulturinstitut Berlin, Ekscena Zagreb, Goethe Institut Zentrale sowie Goethe Institute von Bogota, Lima und Sofia, Instituto Camões, Instituto Cervantes, Jardin d'Europe (gefördert durch das Kulturprogramm der Europäischen Union), Kroatische Botschaft, Kroatisches Kulturministerium, Land Kärnten Kultur, Mezzanine, Nationaler Kulturfonds Bulgarien, Stadt Zagreb – Amt für Erziehung, Kultur und Sport, Tanzfabrik Berlin, Uferstudios Berlin



