20.00 Uhr Uferstudio 1

Ausgehend von Dokumenten, Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen behandelt Actos de Amor Perdidos ein vertrautes Thema: das Verhältnis von Familie und Gesellschaft. Allerdings in der Zeit zwischen 1973 und 1985, die in der Geschichte Uruguays als lange, dunkle Nacht der Diktatur bekannt ist.
Die Notwendigkeit, aus einer nicht bewusst gelebten Geschichte ein Puzzle zu vervollständigen, lässt die Choreografin Tamara Cubas zwei Wege gehen: Aussagen der Familie zu nutzen, und gleichzeitig eine Recherchesammlung anzulegen, die Bilder hervorruft – Geschichten, die ihr helfen, die schwarzen Löcher der Erinnerung auszufüllen, so dass sich Parallelgeschichten zu der so flüchtigen „echten Erinnerung“ ergeben.
Erinnerung ist dabei nicht als etwas Globales oder Historisches oder von der offiziellen Geschichtsschreibung bestimmtes Nationales zu sehen, sondern vielmehr im Sinne Horacio González' als Weg der Selbstopferung, weil sie zu ihrer grundlegenden Begrenztheit gegenüber der Realität stehen muss, um handeln zu können.
Unterstützt durch Fondo Concursable para la Cultura -MEC und die Botschaft von Uruguay in Deutschland.
Perro Rabioso ist ein künstlerisches Kollektiv aus Montevideo, Uruguay. Seit 2002 sind zahlreiche kulturelle und künstlerische Projekte zwischen Tanz, Musik, Video und Performance entstanden - im Bereich Tanz u.a. mit Choreografen wie Marcelo Evelin (Brasilien), Thomas Lehmen (Deutschland), Tamara Cubas (Uruguay) und Luciana Achugar (Uruguay/USA).



