Vom Wert künstlerischer Arbeit
Uferstudio 2

Feuerwehr quad

Termine
Di 24.09.13 19:00 Uhr
Beschreibung

Eine Diskussion über den Status von Kunst in Zeiten des globalen Wettbewerbs und über Strategien des Widerstands in prekären Produktionsstrukturen.

Der  gesellschaftspolitische Förderauftrag von Kunst und Kultur steht mittlerweile in starkem Widerspruch zur Realität von häufig porösen und temporären Beschäftigungsverhältnissen im Kunst- und Kulturbereich.

Kulturpolitische Förderwürdigkeit von Kunst knüpft sich zunehmend an das Kriterium der Marktkompatibilität. Das Bild kreativen, innovativen Unternehmertums, das insbesondere über die freie Kunstproduktion gestülpt wird, verschleiert aber, dass Kunstproduktion selbst in den seltensten Fällen verkäufliche Produkte hervorbringt. Zeitgenössische Kunst findet häufig in offenen Projekten oder Prozessen statt.

Mangelnde Strukturen sowie wirtschaftliche Erfolgserwartung zwingen - insbesondere Kunstschaffende im freien Bereich -  in Formen der (Selbst) Ausbeutung.  

Auch in den Institutionen, die aufgrund kontinuierlicher Subventionen noch Freiräume für Kunst zu versprechen scheinen, gibt es keine Garantie mehr für eine angemessene Wertschätzung der einzelnen Kunstschaffenden.

Die Initiativen Honoraruntergrenze von TanzRaum Netzwerk und LAFT Berlin, die Bewegung Art But Fair, die ursprünglich aus dem Opernbereich stammt, und die Initiative Artists‘ Pledge des Zeitgenössischen Tanzes Berlin stellen die Verantwortung von Kunstschaffenden für die eigenen Ressourcen und den Anspruch auf Anerkennung der Leistung in den Mittelpunkt ihrer Argumentation. Haben und Brauchen insistiert auf die Anbindung  von künstlerischer Produktion an das gesellschaftliche Gemeinwesen, als Voraussetzung überhaupt für die Entstehung von Kunst.

Im Rahmen der Kampagne der Koalition der Freien Szene, die auf eine Neuausrichtung der Kulturförderung zielt, werden die Initiativen vorgestellt und diskutiert.

Aus welchen Kontexten haben sie sich entwickelt? Welche Ansätze verfolgen sie? Und welche Wirkung können sie – auch auf andere Gesellschaftsbereiche –  entfalten?

 

Podium

Sören Fenner, Art But Fair/ Theaterjobs

Kareth Schaffer, Artists Pledge

Elisa Müller, LAFT Berlin/ label müller*****

Ralf Ollertz, TanzRaumNetzwerk Berlin, HALLE TANZBÜHNE BERLIN

Julia Lazarus, Haben und Brauchen

 

Moderation: Peter Laudenbach

Ticketpreis
Eintritt frei!

1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
Die Uferstudios unterstützen die Berliner Erklärung der Vielen für eine offene Gesellschaft!
SODA WORKS 2018 Abschlussarbeiten des MA Solo/Dance/Authorship 22.11. - 15.12.2018
Zum Ende des Jahres präsentieren die Studierenden des Masterstudiengangs Solo/Dance/Authorship ihre Abschlussarbeiten.
A Matter Of One's Own - Roni Katz 
28.11. + 30.11. - 02.12.18, 20:30 Uhr, Uferstudio 1