NAH DRAN on screen
23. Januar - 24. Januar 2021
Sa 23.01.21 20:30 Uhr
So 24.01.21 00:00 Uhr
online
Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus findet NAH DRAN online statt.

Termine
23. Januar 2021, 20:30 Uhr
24. Januar 2021, 00:00 Uhr
Beschreibung

NAH DRAN ist eine Performance-Reihe für junge Berliner Choreograf*innen. Sie bietet die Möglichkeit, neue Stücke - fertig oder im Arbeitsprozess - zu präsentieren. Das Format versammelt drei Stücke verschiedener junger Künstler*innen an einem Aufführungsabend. NAH DRAN („close to“) bedeutet, dass es buchstäblich keine Lücke zwischen Performer*innen und Publikum gibt, was einen intimen Rahmen für das Teilen der Arbeit schafft. 

Kiki Ramos Sorvik: Optical Phenomena
Das Machtverhältnis zwischen meinen Selbstdarstellungen und meinem Handeln. Was definiert meine Form in einem bestimmten Moment und welche Möglichkeiten der Mutation ergeben sich? Projektion, Schatten und Reflexionen. Die Projektion als zweidimensionales, nicht erreichbares Bild, das man erreichen möchte und dem man dennoch entkommen will. Der Schatten als die Angst vor sich selbst, immer versteckt hinter dem Objekt. Die Reflexion als Möglichkeit der Konfrontation. Reflexion von Licht und Schatten, die Schaffung neuer Räume, virtueller Räume, in denen sich die Beziehung zum eigenen Selbst und zu Anderen ändern kann.

Josephine Nahrstedt: Snuggle up in stability
Das Nichts. Die Leere, die ich füllen möchte. Eine Leere, in der ich mich frei fühle.
Einsamkeit, die mich als Individuum maximal bestärkt und mir Freiraum schafft, oder die Einsamkeit, die mich zermürbt und in mir den starken Wunsch auslöst, mich zu kollektivieren.
Diese Wechselhaftigkeit der physischen und emotionalen Empfindung vom Alleinsein bildet die Basis meiner künstlerischen Forschung.
Ich begebe mich in eine (Re)Konstruktion der Momente, die das Gefühl der Einsamkeit in seiner Diversität auslösen und erlebe dekonstruierte Räume meiner Identität, meines physischen Körpers. Ich möchte herausfinden, wie wir uns das Ungewisse, die subjektiv empfundene Leere nutzbar machen können, um bisher Unentdecktes zu begehen und Konzepte im Kontext Individualität und Kollektivierung neu zu denken.
Flüchtige Momente, scheinbar endlose Zustände, grelles Licht und undurchsichtige Dunkelheit verschmelzen zu einer eigenen Sphäre. „Snuggle up in stability‟ möchte den Umgang und die Erfahrung mit dem Gefühl der Einsamkeit visualisieren und spürbar machen.
Zwischen „nichts ist für immer“ und „es fühlt sich so an, als würde das hier niemals enden“ liegen undefinierte Wahrnehmungen und die Frage danach, ob es das „Nichts“ überhaupt geben kann und wenn ja, was bedeutet es oder darf das „Nichts“ auch einfach nichts sein.

Roham Amiri Far: Remote Viewing
In unserer Videoarbeit geht es um das „Sehen“ während der Pandemie. Dieses Spiel mit dem „Sehen“ erinnert uns daran, dass wir zunehmend überwacht und kontrolliert werden, und dies wirkt sich auf unser Bewusstsein und unsere Bewegungen aus. „Sehen“ wird auch in den Geheimdiensten verwendet, um verborgene Dinge zu finden, das so genannte „Fernüberwachung“. Wenn alles vom Internet und den digitalen Medien beherrscht wird, wird eine Art analoges Paradies suggeriert, auch wenn die Arbeit zwangsläufig mit digitaler Technologie produziert wurde. Wir wissen, dass es eine „Zone“ gibt.
Diesen Raum voller Trägheit und Bewegungsmöglichkeit. Es gibt eine Art von Sensibilität und Verständnis, die Raum schafft.
Der Darsteller (Nima) hat einen natürlichen Körper in der Landschaft.
„Seit mehr als achtundzwanzig Jahren bin ich jeden Tag gereist, oft mit meiner inneren Hälfte. Ich liebe Kleidung, weil ich die Maske mag, die du daraus gemacht hast. Jeden Tag tanze ich mit meinem Körper weiter.“, sagt Nima.
Roham und Niki (Sounddesigner) begannen ihre Zusammenarbeit vor 5 Jahren in einem alten Haus, das der unbekannten, im Untergrund lebenden Künstlergemeinschaft zur Verfügung stand. „Der wichtigste Ansatz bei der Herstellung von Klängen war, alles realistisch zu halten, da wir am Set keine Geräusche aufgenommen hatten. Ich beschloss, Perkussionsreime zu verwenden, die sich mit den Stimmen des menschlichen Geistes überlagerten, die den Umgebungsgeräuschen nachjagten und vor ihnen flüchteten.“, sagt Niki.
„Remote Viewing“ („Fernüberwachung“) ist der Ausgangspunkt einer Video-Reihe, in deren Mittelpunkt das steht, was während einer Pandemie verborgen ist.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Videostream vom 23. Januar 2021, 20.30 Uhr, bis 24. Januar 2021, 23.59 Uhr
Weitere Informationen hier

Ticketpreis
com(munity) ticket (paypal to ticket@ada-studio.de)

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Bis auf Weiteres finden Veranstaltungen ausschließlich online statt!
LIFE LONG BURNING
Open Call: Workshop mit nyamnyam am ICI-CNN Montpellier, deadline 10.03.2021
ANACONDA AM UFER
Lunch-Take away
Köstlichkeiten im Februar 2021
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
Die Uferstudios unterstützen die Berliner Erklärung der Vielen für eine offene Gesellschaft!