NAH DRAN extended: HEART/BREAK
20. Februar - 21. Februar 2021
Sa 20.02.21 20:30 Uhr
So 21.02.21 20:30 Uhr
Uferstudio 7 / online
Abhängig von den Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Infektionen findet "NAH DRAN extended" entweder live mit beschränkter Zuschauer*innenzahl oder als Videostream statt.

Termine
20. Februar 2021, 20:30 Uhr
21. Februar 2021, 20:30 Uhr
Beschreibung

„NAH DRAN“ ist eine Performance-Reihe für junge Berliner Choreograf*innen. Sie bietet die Möglichkeit, neue Stücke - fertig oder im Arbeitsprozess - zu präsentieren. Das Format versammelt drei Stücke verschiedener junger Künstler*innen an einem Aufführungsabend. „NAH DRAN“ („close to“) bedeutet, dass es buchstäblich keine Lücke zwischen Performer*innen und Publikum gibt, was einen intimen Rahmen für das Teilen der Arbeit schafft.
„NAH DRAN extended“ heißt, dass die Arbeiten unter einem speziellen kuratorischen Aspekt ausgewählt wurden. In dieser von Roni Katz und Maya Weinberg kuratierten Ausgabe von „NAH DRAN extended“ verweilen 4 Stücke im Moment eines HERZ/BRUCHs - jenem extremen Ort, an dem das Unmögliche möglich wird, in jenem ausgedehnten Augenblick, in dem das Vertraute losgelassen und das Bekannte ungeschehen gemacht werden muss. 4 Stücke wachsen aus dem Herzen, versuchen nicht, einen sicheren, sondern einen mutigen Raum zu finden, einen des Zuhörens, aber auch der Isolation, einen der Intimität, aber auch des Widerstands. Was wird morgen geschehen, nach all dieser Gebrochenheit? Vielleicht können wir ein Nest anbieten. Vielleicht können wir das Leben feiern, obwohl wir wissen, dass der größte Teil davon vergangen ist. Vielleicht können wir cis-partiarchale heteronormative Mythen zertrümmern wie Teller bei einer griechischen Hochzeit. Oder alles, bis dein Herz dir sagt, was als nächstes kommt.

Am Ertl: Eternal Betrayal
"Eternal Betrayal" ist eine Sammlung verschiedener Filmszenen, die das Gleiche zeigen: die Aufdeckung eines Verrats oder Treuebruchs. In Filmen wird dies gewöhnlich durch Harmonisierung aufgelöst. So kommen Moralvorstellungen zum Vorschein, die oft auf heteronormative, cis-patriarchale Bilder von Loyalität und Ordnung deuten. Angespornt vom Begehren, sich mit Gebrochenem und vermeintlich Kaputtem zu befassen, anstatt es mit moralistischem Werkzeug zu reparieren, lädt "Eternal Betrayal" dazu ein, ausgiebig in den eigenen Tränen zu baden und auszuharren in der Schärfe des (Heart)breaks. Willkommen.

Eva-Martina Günther & Maria Wollny: forward never ends
Unser Stück handelt nicht explizit vom Alter. Das Thema ist dennoch präsent: wir sind alt! Wenn wir unsere Grenzen ausloten, ist es immer etwas anderes, als wenn wir jung wären. Alles, was wir jetzt tun, könnte das letzte Mal sein. Wir stellen uns die Fragen: Wie leben wir angesichts der Begrenztheit der Zeit, die wir vor uns haben? Wie und wohin bewegen wir uns? Wie feiern wir das Leben, wenn der größte Teil schon hinter uns liegt? Es heißt: Wer gut gelebt hat, findet auch einen guten Tod. Also gehen wir erst einmal vorwärts, rückwärts, und wieder vorwärts: forward never ends.

Maud Buckenmeyer: H A E
Ich träume von Hütten. Ich möchte euch einladen, euch einer von ihnen zu nähern. Euch in einem Raum willkommen zu heißen, der sich verwandeln und atmen kann. Ich bin auf der Suche nach leichten Verwandlungen, nach Klangtexturen, in die man sich einhüllen kann. Meine Intention für diesen Ort speist sich aus dem Wunsch, Wege zu erarbeiten, um Kommunikation und Berührung aufrechtzuerhalten. Um Landschaften als Nester zu komponieren. Jenseits von Fragmentierung und Geschwindigkeit gibt es etwas Inneres und Beständiges, das vielleicht laut geflüstert werden möchte. Wo Zeremonien verschmelzen und Tiere der Sterne galoppieren. Hm.

Dana Pajarillaga & Lukas Malkowski: Waves of Flesh
Geben und Nehmen von Raum sind höchst nuancierte Akte.
"Waves of Flesh" ("Wellen von Fleisch") ist ein Duett über das fließende Sich-Halt-Geben. In Spektren der Berührung und intensiven Verbindung streben wir nach transzendentaler Intimität.
Wir bewegen uns in Isolation
Unterwasser-Abstürze
Langsam, weich, Unterstützung
Poröse Beziehungen
Tiefe Verbindungen
Einweichen in unserer Einsamkeit
Wellen
der Gefühle, des Atems, des Fleisches
Überschwemmungen
der Solidarität, der Einsamkeit
Tief unter der Oberfläche
Spitzen von Eisbergen
Du Tausch Ich
Wir sitzen auf dem Grund eines Ozeans

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

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Ticketpreis
8-13 Euro sliding scale, 5 Euro mit tanzcard

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