mut
Jee Chan
Stefan Pente
19. November 2022
Sa 19.11.22 15:00 Uhr
Studio 4

mut quadrat
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Termine
19. November 2022, 15:00 Uhr
Beschreibung

mut ist eine long durational Performance-Installation der* Choreograf*in Jee Chan und des Künstlers Stefan Pente, die sich mit der Porösität und Wandelbarkeit kollektiver Erinnerungen beschäftigt.

Ihren Ausgangspunkt nahm die Arbeit in Gesprächen mit Evelina Pente über Elemente von Jee Chans Arbeit harbor, die sie im letzten Herbst als work-in-process-Version miterlebte. Beim Anblick von Aufnahmen, in denen Jee’s Großmutter von ihren Erinnerungen erzählt, fühlte sich Evelina Pente an Bilder und Episoden aus ihrer eigenen Vergangenheit erinnert und verortete diese neu.

Für mut teilt Evelina mit uns Geschichten über ihre Flucht aus dem Krieg als kleines Kind, die sich wiederum auf unsere eigenen Vorstellungen übertragen, gebrochen durch die Linse unserer eigenen Erlebnisse. Fragmentarisch und dissonant nehmen diese Erinnerungslandschaften Gestalt an wie zusammengesetzte Karten, die mäandernde Topographien des Lebens und Sterbens in einer sinnlosen Welt kartieren.

mut findet seine Form in einem installativen Raum, in dem sich die flüssige und zyklische Natur der Erinnerung manifestiert.

In Koproduktion mit Tanzfabrik Berlin und Tanzarchiv Berlin | «mut» ist Teil des Projekts "Archiv-Kompliz*innen – TanzArchive in Bewegung" des Zeitgenössischen Tanz Berlin (ztb) e.V. | Unterstützt durch Bureau Ritter/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm Tanz.

Besetzung

Konzept, Choreografie, Installation: Jee Chan und Stefan Pente | In Performance mit: Evelina Pente | Technische Leitung: Martin Pilz | Installationsassistenz: Toni Flügel

Jee Chan ist Künstler_in, Tänzer_in und Choreograf_in, dessen_deren Praktiken das sichtbar machen, was immer schon da ist (groß und wahr, direkt unter der Oberfläche). Ihre_seine Arbeit ist oft von einer besonderen Sensibilität für den Ort sowie einer nachhaltigen Befragung (post)kolonialer Macht geprägt. Indem er_sie die Aufmerksamkeit darauf lenkt, wie Geschichten sich im Körper festsetzen und sedimentieren, geht er Fragen rund um den vertriebenen Körper nach und findet heraus, was dieser vollführen kann. Jee Chan versteht Choreografie als einen erweiterten formalen Ansatz. Seine_Ihre Arbeiten finden Ausdruck in einem weiten Spektrum von Medien wie Performance, Video, Installation, Text und Fotografie.

Stefan Pente ist ein Künstler, der darauf abzielt, Terrains der Entfamiliarisierung zu schaffen, frei von Metaphern und Darstellungen, damit die Dinge so gesehen werden können, wie sie erscheinen, und nicht als das, als was sie bekannt sind.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Geöffnet von 15:00–21:00 Uhr.

Ticketpreis
free admission

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Für die Einrichtung eines Notfallsfonds für kulturelle und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, um ukrainische und russische Kolleg*innen, die durch den Krieg bedroht sind, aktiv zu unterstützen.

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