OPEN CALLS
RESIDENZ: Umkreisungen
FÜR WEN
In Berlin ansässige Choreograf*innen/Tänzer*innen
2–3 Tänzer*innen/Choreograf*innen initiieren die Grundidee der Residenz in Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen Bereichen.
ZEITRAUM
Juli/August 2026 oder November/Dezember 2026 (genaue Termine werden noch bekannt gegeben). Bitte bei Bewerbung Präferenz für Zeitraum angeben.
DEADLINE
22.03.2026, 23.59 Uhr. Die Entscheidung wird bis Ende April mitgeteilt.
WAS
Forschungsresidenz mit Fokus auf choreografiebasierte, prozessorientierte und/oder partizipative Arbeit im Austausch mit Nachbarschaften und urbaner Gesellschaft.
Das Residenzprogramm ORBITING ruft dazu auf, Querverbindungen zur urbanen Gesellschaft herzustellen und den architektonischen Raum des Heizhauses sowie dessen Umgebung für gemeinsame Erfahrungen zu aktivieren – sei es mit Menschen, Initiativen, Natur oder Dingen, Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft. Es nutzt die besondere Architektur und Topographie des Heizhauses, um unter veränderten Zeitregimen einen Raum der Begegnung zu schaffen. Bezüge zu und die Zusammenarbeit mit nicht-künstlerischen Feldern oder Disziplinen und/oder die Zusammenarbeit mit „anders“ positionierten Communities – idealerweise im lokalen Kontext – sind als zentraler Bestandteil der Arbeit verpflichtend.
Die Residenz richtet sich an Berliner Tänzer*innen und Choreograf*innen in enger Zusammenarbeit mit Partnerinitiativen, Nachbarschaftsorganisationen, soziopolitischen Gruppen, die sich einen gemeinsamen Forschungsraum unter dem Motto „unwahrscheinliche Begegnungen“ vorstellen. Im Mittelpunkt stehen neue Formate des Austauschs und der gemeinsamen Prozessentwicklung sowie die Erforschung choreografischer Verfahren, die soziale Offenheit und Engagement aktivieren. Im Sinne sozialer Choreografie werden Gemeinschaften durch den Körper analysiert, Gesellschaft durch Choreografie hinterfragt oder choreografierte Körper und Bewegungen genutzt, um Regeln, Normen und Bilder unseres Zusammenlebens zu befragen. Es gibt Raum, Zeit anders mit Partnerinitiativen, Gruppen (Communities) zu verbringen, über verschiedene Wissensfelder auszutauschen, neue Fragen zu finden, Prozesse gemeinsam anzustoßen und wild zu experimentieren. Dies kann gemeinsame Workshops, Installationen mit geteilten Geschehnissen, Vorträge, Treffen, Forschungspraktiken, Experimente und Spielformate, die Untersuchung von Ritualen und Gegenritualen oder alles andere, was denkbar ist, umfassen.
2–3 Tänzer*innen/Choreograf*innen initiieren die Grundidee der Residenz in Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen Bereichen. Potenzielle oder bestehende Verbindungen und, falls zutreffend, assoziierte Partner sollten in der Bewerbung genannt und bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung eingebunden sein. Das Thema der Residenz ist offen.
DIE RESIDENZ BIETET
- Monatliches Stipendium von 2000€ für alle Tänzer*innen/Choreograf*innen, die in Vollzeit am Projekt teilnehmen (Kernteam, max. 3 Personen)
- Arbeitsraum für einen Zeitraum von 6 Wochen
- Material- und Honorarbudget für Arbeitsmaterialien, Beauftragung/Einladung externer Expert*innen/Kollaborateur*innen, Sonstiges: bis zu 2.000€ Gasthonorare, 500€ für Dokumentation, 400€ Material
- Separates Budget für Access-Fees, z. B. AD, Assistenz, Access-Dramaturgie ist verfügbar
- Bereitstellung von Technik für den gesamten Zeitraum (nach Absprache und Verfügbarkeit) und technische Unterstützung (mindestens 32 Stunden, nach Absprache und Verfügbarkeit)
- Unterstützung und Beratung bei der Vernetzung mit Initiativen und Multiplikator*innen im Kiez/urbanen Gesellschaft
- Auf Wunsch: informelle Präsentation der Forschung
VORAUSSETZUNGEN:
Die Residenzkünstler*innen müssen professionelle Tänzer*innen/Choreograf*innen mit Wohnsitz in Berlin sein. Die Partnerinitiative aus dem Nicht-Tanz-Bereich muss gleichberechtigter Partner sein und eng in die Ideenentwicklung eingebunden werden. Ein kurzes Letter of Intent der Partnerinitiative ist verpflichtend. Freies Experimentieren und kollaboratives Arbeiten sind erwünscht; eine Präsentation der Arbeits- und Forschungsphase ist ausdrücklich nicht erforderlich, aber wenn es der Erkundung des Themas dient, sind kleine öffentliche Formate möglich. Ein Abschlussbericht am Ende der Residenz durch die Hauptresidenzkünstler*innen ist erforderlich.
AUSWAHL:
Die Residenzen werden über einen offenen Call ausgewählt und von der PSR-Gruppe (Olympia Bukkakis, Olivia Hyunsin Kim, Mmakgosi Kgabi, Sheena McGrandles, Simone Willeit, Dina Nurpeissova) bestimmt. Die PSR-Mitglieder stellen den ausgewählten Residenzprojekten ihre bestehenden Verbindungen und Partnerschaften zur Verfügung und unterstützen sie durch die Einbettung in das Gesamtprogramm des Heizhauses. Die Auswahl erfolgt nach Einschätzung der Spezifität und Experimentierfreude des Projekts sowie dessen Plausibilität und Umsetzbarkeit.
BEWERBUNG:
Bitte über folgendes Formular bewerben: https://forms.gle/gH3XoDxTriZnyyNB9. Falls kein eigener Google-Account vorhanden ist, Bewerbung als eine komplette PDF an psr.im.heizhaus@gmail.com.
Einzureichen sind:
- eine kurze Projektskizze (max. 1 Seite)
- eine kurze Biografie der Kernteam-Mitglieder (beliebiges Format, beliebige Länge)
- eine Beschreibung der Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation (max. 1 Seite) + deren Letter of Intent
- eine Angabe des bevorzugten Residenzzeitraums
Bewerbungen können auch als Video (max. 3–5 Minuten) über das Formular oder via Mail (über einen Link zu einer Online-Plattform) eingereicht werden. Fragen zur Bewerbung bitte nur per E-Mail an psr.im.heizhaus@gmail.com. Bei Fragen zu Barrierefreiheit im Bewerbungsprozess kontaktiert uns bitte per E-Mail unter psr.im.heizhaus@gmail.com.
BARRIEREFREIHEIT:
Das Heizhaus ist über zwei Rampen zugänglich. Die erste Rampe ist 6,60 m lang und hat eine Steigung von 5,2 %, die zweite Rampe ist 6,80 m lang mit einer Steigung von 6 %. Um Studio 16 zu betreten, muss eine 15 cm hohe Stufe überwunden werden. Bei Bedarf steht hier eine mobile Rampe zur Verfügung, die mit Assistenz bedient werden sollte. Sitzgelegenheiten sind individuell anpassbar. Wir bieten Sitzsäcke, Matratzen, Kissen für Arbeits- und öffentliche Situationen an. Es gibt zwei barrierefreie WCs mit Duschen (Maße: 2,6 m x 2,1 m) auf dem Gelände, die stufenlos erreichbar sind. Es gibt kein Leitsystem für blinde Menschen. Es steht ein separates Budget für barrierefreies Arbeiten zur Verfügung (Details sind individuell abzustimmen). Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung die individuellen Access-Bedürfnisse Ihrer Kollaborateur*innen an.
Die Residenzen UMLAUFBAHNEN der Uferstudios GmbH sind Teil des Residenzprogramms Tanz 2026, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt der Zuwendung durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.