ONDA
Uferstudio 14

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Termine
Fr 20.08.21 19:00 Uhr
Beschreibung

„Der junge Fischer sprach bei sich selber: ‚Wie seltsam! Der Priester sagt, die Seele sei alles Gold der Welt wert, und die Kaufleute sagen, sie sei weniger wert als eine gekippte Silbermünze.‘ Und er verließ den Marktplatz und ging hinunter ans Gestade des Meeres und begann zu überlegen, was er tun sollte.“
„Der Fischer und seine Seele“, Oscar Wilde, 1831

Wie definieren wir die „nicht-reproduzierbare, magische Seele”, die Aura, den prähistorischen Teil eines jeden Menschen, die Bedeutung von Liebe in unserer digitalisierten und globalisierten Gesellschaft? ONDA erkundet die Beziehung von Menschen in einem kalten, technischen Umfeld und erforscht, wie wir uns im Spannungsfeld zwischen analoger und digitaler Welt eine Identität erschaffen können. So wie auch unsere Identität verschiedenste Ebenen hat, eröffnet „ONDA“ drei imaginäre Ebenen, repräsentiert durch Videoinstallationen und Musik, welche die Räume erkunden, die wir jeden Tag beleben. Was ist eine menschliche Seele wert? Wie kann man Identität und Liebe leben? Wie schnell wandeln sie sich in dieser schnelllebigen Welt?
Mit „ONDA“ wird die in Luxemburg tätige deutsch-chinesische Tänzerin und Choreografin Hannah Ma zu einem Gastspiel eingeladen, in dem Tänzerinnen und Tänzer aus Japan, Korea, Brasilien, Italien, Deutschland und Luxemburg auf dem Tanzboden wahrhaft Wellen schlagen.

 

Eine Produktion von The People United ASBL (LU), hannah ma dance und Tufa Tanz e.V. (DE), Koproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Partner: Nai Ni Chen Dance Company (NY), LEM-Studios Berlin (DE), Jomba! Festival Durban (ZA), UJ Arts and Culture Johannesburg (ZA), Unterstützt durch: Trois C-L, Centre de Création Chorégraphique Luxembourg (LU); Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Rheinland-Pfalz (DE), Produktion Gastspiel Uferstudios: Christine Schmidt, Fenster zum Osten – shibak sharqi gGmbH (DE) mit hannah ma dance, unterstützt von Kultur I 1x Arts Council Luxembourg, Theaterhaus Mitte und Uferstudios Berlin.

Besetzung

Choreographie: Hannah Ma | Konzept: Hannah Ma, Sebastian M. Purfürst | Dramaturgie: Hannah Ma, Marc-Bernhard Gleißner, Sebastian M. Purfürst | Tanz und Choreographie: Maher Abdul Moaty, Hannah Ma, Sergio Mel, Ritsuko Matsuoka, Valentina Zappa, Christin Braband | Video, Musikdesign, Live-Musik: Sebastian M. Purfürst/LEM-Studios Berlin | Bühne: Hannah Ma | Kostüme: Ele Blättert, Hannah Ma | Licht: Nico Trembley, Hannah Ma, Sebastian M. Purfürst | Technik Uferstudios: Emma Julliard, Ivan Bartsch, Sanja Gergoric, Arnaud Lesage, Andreas Harder | Technische Leitung Uferstudios: Milos Vujkovic | PR: Kerstin Böttcher | Übersetzung: Anna Baroud

Hannah Ma ist eine deutsch-chinesische Choreographin, geboren in Berchtesgaden und ausgebildet am Konversatorium Wien, an der John-Cranko Schule Stuttgart, der Universität Hagen und als Stipendiatin am Kirov Ballett St. Petersburg und beim Hong Kong Ballett.
Sie arbeitete u.a. am Theater Freiburg (DE), im Museumsquartier (A), am Theater Trier (DE) und der Expo in Shanghai (CHN).
Für Hannah Ma ist der Körper beides: Zeuge und Schauplatz der politischen Veränderungen in unserer von Migration geprägten Welt sowie der Suche des Einzelnen nach Identität und Zugehörigkeit. Sie nutzt nonverbale Kommunikation, um Wege zu finden soziale und kulturelle Prägungen und Vorurteile über das sogenannte „Fremde“ und „Ausländische“ zu überwinden. In ihrer Arbeit interessiert sie sich besonders für die Übertragung der archaischen Wurzeln des Menschen und seiner diversen kulturelle Traditionen in unsere Zeit und zeitgenössische Narrative und für zeitgenössische Rituale. Sie setzt sich kritisch mit Eurozentrismus, Kolonialismus, Rassismus und Sexismus auseinander und für das Einfluss von Diversität auf den Mainstream, die Stärkung von Frauen, die Aufhebung von Geschlechterdiskriminierung ein.
Dabei kommen Techniken des kollektiven Bewusstseins zum Tragen, bei denen sie aus ihren Ausbildungen als spirituelle Heilerin, Yogi, Hospizhelferin aber auch aus ihrem Balletttraining schöpft.
Als Tänzerin und Choreographin wurde Hannah Ma vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der „Theatermaske“ der Richard Wagner Gesellschaft (DE) und dem „Brückenpreis Rheinland-Pfalz“. 2016 wurde sie für den deutschen „Engagementspreis“ nominiert und aktuell für den für den ARTE LAGUNA PRIZE VENEZIA 20/21. Ihre Arbeit „H.E.R.O.E.S.“ wurde von der deutschen Sektion der UNESCO Kommission und der Bertelsmann Stiftung in „Kunst in der Einwanderungsgesellschaft – Beiträge der Künste für ein Leben in Vielfalt“ veröffentlicht.

 „Die Welle als Symbol der Energie - Die einstündige Choreografie beeindruckt durch die radikalen Ausbrüche der Tänzer*innen wie durch die fließenden Übergänge - erschafft mitreißende Momentaufnahmen und Synergien nach dem Vorbild der Naturgewalt und im Einklang mit ihr...
„ONDA“ (ist) in mehrfacher Weise ein sinnliches Erlebnis: bedrohlich, stürmisch und mythisch. Wer sich auf die Choreografie einlässt, kann sich mit den Tänzer*innen hineinstürzen ins Ungewisse.“

Emma Appel: Luxemburger Wort, 11. Mai 2021

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Ticketpreis
12,00€ / 10,00€ ermäßigt an der Abendkasse, über Reservix zzgl. Vorverkaufsgebühren

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