Hopeless.
Heizhaus und Uferstudio 5

Sergiu quadrat
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Termine
Do 09.12.21 19:00 Uhr
Fr 10.12.21 19:00 Uhr
Sa 11.12.21 19:00 Uhr
So 12.12.21 16:00 Uhr
Beschreibung

Pastorale Poesie aus der griechischen und römischen Antike bildet die Grundlage für Sergiu Matis' Performance Hopeless. Was ist in einer sich ständig erwärmenden Welt noch von der idyllischen, kultivierten Natur übrig, die in den Gedichten von Theokrit und Vergil beschrieben wird? Sind die Dichter durch ihre triviale erotische Aufgewühltheit und ihre Politisierung der Landschaft möglicherweise selbst dafür verantwortlich, dass die Welt in Brand geraten ist ? Heute schmieden wir unsere eigenen pastoralen Kulissen aus Fetzen, Fragmenten und Überresten, wie zum Beispiel mithilfe der Daten aus einer Bibliothek von Lauten ausgestorbener Tiere, oder alten und neuen Übersetzungen der Idyllen. Ein verzweifelter Akt des Zusammenfügens oder der verzweifelte Versuch, das, was übrig geblieben ist, zu bewahren, während man gleichzeitig die Verluste betrauert, die noch kommen werden. Ein allgemeines Gefühl der Ohnmacht macht uns zu Zuschauer*innen eines Festes der Katastrophen und des Verderbens.

Die Darsteller*innen in Hopeless. sind technologisch verbesserte Nymphen und Hirten, die verzweifelt darum wetteifern, wer das Publikum am lautesten weinen lassen kann. Die Ökologie zwischen poetischer Sprache und Choreografie ermöglicht es, dass Worte schmerzhaft mit dem Fleisch kollidieren und die Stimmbänderden Ton angeben, damit wir laut aufschreien und alle möglichen dystopischen Szenarien austreiben können. Hoffnungslosigkeit ist kein Zustand der Lähmung, sondern eine starke Kraft, die uns zum Handeln bewegt.

Eine Sergiu Matis Produktion | Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Senatsverwaltung für Kultur und Europa | Koproduktion: Tanzfabrik Berlin in Kooperation mit radialsystem | Tieraufnahmen aus der Macaulay Library des Cornell Lab of Ornithology und der Xeno-Canto Foundation.

Besetzung

Konzept, Choreografie: Sergiu Matis | Performance: Martin Hansen, Sergiu Matis, Manon Parent | Text: Sergiu Matis, Mila Pavicevic, auf der Grundlage von Übersetzungen von Theokrit und Virgil*; Philip Ingman | Artenresearch: Philip Ingman | Komposition: AGF aka Antye Greie | Dramaturgie: Mila Pavićević | Bühnenbild: Dan Lancea | Kostüm: Philip Ingman | Lichtdesign: Sandra Blatterer, Emma Juliard | Choreografieassistenz: Orlando Rodriguez | Technische Leitung: Andrea Parolin | Produktion: Anna Chwialkowska.

Sergiu Matis ist ein rumänischer Choreograf, der 1981 in Cluj-Napoca geboren wurde. Er erhielt seine Tanzausbildung am Liceul de Coregrafie in Cluj und an der Mannheimer Akademie des Tanzes und begann seine Karriere am Tanztheater Nürnberg. Seit 2008 lebt und arbeitet er in Berlin und kreiert seine eigenen Arbeiten wie Keep It Real (2013), Explicit Content (2015), Neverendings (2017), Hopeless. (2019) und UNREST (2021). Er hat Workshops und Bildungsaktivitäten an verschiedenen Institutionen weltweit geleitet. Im Jahr 2014 schloss er seinen Master in Solo/Dance/Authorship am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz (HZT) / Universität der Künste (UdK) Berlin ab.

*Übersetzungen von Theokrit und Virgil von: Hine, Daryl (Übersetzung), 1982, Theocritus: Idylls and Epigrams, New York: Atheneum; und Holzberg, Niklas (Herausgeber und Übersetzung), 2016, ‘Bucolica / Hirtengedichte’ aus Bucolica, Georgica / Hirtengedichte, Landwirtschaft, Berlin, Boston: De Gruyter, pp. 42–50.

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Ticketpreis
15,00€ / 10,00€ ermäßigt

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