NAH DRAN extended: Looking After
Makisig Akin
Katerina Delakoura
Hassan Dib
Sunayana Shetty
Uferstudio 7 und online

Makisig 1 by Anna Zett
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Termine
Sa 19.02.22 20:30 Uhr
So 20.02.22 20:30 Uhr
Di 22.02.22 10:00 Uhr
Mi 23.02.22 00:00 Uhr
Do 24.02.22 00:00 Uhr
Fr 25.02.22 00:00 Uhr
Beschreibung

NAH DRAN ist eine Performance-Reihe für junge Berliner Choreograf*innen. Sie bietet die Möglichkeit, neue Stücke - fertig oder im Arbeitsprozess - zu präsentieren. Das Format versammelt drei Stücke verschiedener junger Künstler*innen an einem Aufführungsabend. NAH DRAN („close to“) bedeutet, dass es buchstäblich keine Lücke zwischen Performer*innen und Publikum gibt, was einen intimen Rahmen für das Teilen der Arbeit schafft.
NAH DRAN extended bedeutet, dass die Werke unter einem bestimmten kuratorischen Aspekt ausgewählt wurden. Diese Ausgabe - „Looking After“, kuratiert von Roni Katz und Maya Weinberg - präsentiert drei Arbeiten, die sich mit unvermeidlichen Transformationen beschäftigen. Wie kann man diese sanft entwirren? Wie formt uns der Tod? Was ist die Qualität des Mütterlichen? Alle drei Arbeiten setzen sich mit rauen und intensiven Lebensabschnitten oder Momenten auseinander, auf die man nicht vorbereitet ist, und untersuchen, wie man ihnen mit Hilfe von Netzwerken der Zuwendung und Unterstützung begegnen kann.


Hassan Dib: Are We Dead Yet? („Sind wir schon tot?“)
In Are We Dead Yet? möchte Hassan Dib den Tod erforschen, indem sie seine Bedeutung und Wichtigkeit in ihrem persönlichen Leben, ihrer Migrations- und Familiengeschichte, ihren Erinnerungen an den Tod geliebter Menschen und die Tode, die ihnen beim Übergang zu ihrer queeren Identität geholfen haben, betrachten.
Queer zu sein bedeutet, Dinge sterben zu lassen, Dinge, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden und uns nicht mehr dienen. Diese Tode sind es, die uns das Leben ermöglichen und gleichzeitig unser Leben in Gefahr bringen. Das Thema Tod war in Hassans bisherigen Arbeiten stets präsent. Are We Dead Yet? ist eine Reflexion darüber, wie der Tod in Hassana Leben präsent war, wie er sie traumatisiert hat und wie er sie immer noch erschreckt. Der Tod hat die Tendenz, uneingeladen aufzutauchen. Er überrascht uns durch virale Videos oder erschütternde Anrufe, er zwingt uns zum Protest auf die Straße. Er taucht in unserer Arbeit auf, weil wir ihn einfach nicht vermeiden können. In diesem Stück möchte Hassan sich selbst die Chance geben, sich dem Thema Tod auf ihre Weise zu stellen, sie möchten den Tod einladen und Fragen aufwerfen wie: Warum fürchten wir den Tod, und was passiert mit uns, wenn wir ihn akzeptieren? Welche Tode haben uns geprägt?

Sunayana Shetty & Katerina Delakoura: mother tongue
mother tongue („Muttersprache“) ist eine Arbeit, in der wir unsere mütterlichen Körper anrufen. Die Arbeit untersucht verschiedene Praktiken, die den Körper dazu einladen, sich jenseits des besitzergreifenden, an die Haut gebundenen Körpers zu fühlen und sich zu öffnen, um in einem relationalen, an die Verwandtschaft gebundenen Körper zu sein. Während wir eine intuitive Beziehung zu dem aufbauen, was der Körper trägt, arbeiten wir daran, unsere Erinnerungen aufzuspüren und unsere tiefen Lieder zu finden. Indem wir einer nach der anderen den vielen Wellen folgen, bemuttern und erziehen wir unsere inneren Prozesse. In mother tongue knüpfen wir Netzwerke der Fürsorge und entfalten sie durch Tänze, die die Energie des Mütterlichen feiern.

Makisig Akin: Give me your Heart, no, the real one. („Gib mir dein Herz, nein, das echte.“)
Dies ist eine auf Liebe ausgerichtete Überlebenspraxis. Die Arbeit entwickelt sich inmitten der Trauer über den Verlust, den wir durch die Pandemie und die erzwungene Distanz, die wir hatten, und die extreme Nähe, die einen Riss in die Strukturen gebracht hat, von denen wir dachten, dass sie funktionieren, es aber nicht taten, erfahren haben. Trauern ist ein gemeinschaftlicher Akt. Wie können unsere Unterschiede unsere Zusammengehörigkeit unterstützen? Üben wir, sanft, behutsam und mit besonderem Augenmerk auf die Kostbarkeit dessen, was hier geschehen ist, zu zerbrechen und dies zu ehren? Bringen wir Liebe in die Art und Weise, wie wir zerbrechen. Lasst uns gemeinsam sanft zerbrechen.

Besetzung

Stücke von und mit Hassan Dib, Sunayana Shetty & Katerina Delakoura und Makisig Akin. Kuratiert von Roni Katz und Maya Weinberg.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Es handelt sich um eine 2G+-Veranstaltung, d. h., dass ein negativer Test zusammen mit den Nachweis über den Impf- oder Genesungsstatus vorgelegt werden muss. Abstandsvorschrift sowie Maskenpflicht bleibt unabhängig davon die ganze Veranstaltung über aufrecht erhalten. Es besteht die Pflicht zur Kontaktdatenhinterlegung. Mehr Infos dazu hier.

Von Dienstag, 22. Februar 2022, 10:00 Uhr, bis Freitag, 25. Februar 2021, 23:59 Uhr, wird der Videostream der Live-Veranstaltung auf www.ada-studio.de verfügbar sein.

Ticketpreis
8,00-13,00 € sliding scale, Ticketkauf (keine Reservierung) via email an ticket@ada-studio.de, Eintritt für Stream frei; .com(munity) Ticket erbeten (paypal an ticket@ada-studio.de)

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Coronavirus (COVID-19) - Zugangsregeln
Bitte beachten: Veranstaltungen können nur mit 2G-PLUS- neg. Testnachweis besucht werden, d.h. Einlass ist nur gegen Vorlage einer Bescheinigung über eine vollständige Impfung und/oder einer Bescheinigung über die Genesung von Covid-19 möglich (Lichtbildausweis zum Identitätsnachweis ist mitzuführen). Darüber hinaus ist die Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Testergebnisses einer offiziellen Teststelle obligatorisch! Von der Testpflicht ausgenommen sind dreifach geimpfte Personen!
Coronavirus (COVID-19) - Besucherregeln
Es besteht die Pflicht zur Kontaktdatenhinterlegung. Für alle Veranstaltungen besteht Maskenpflicht. Abstandsbestimmungen und Wegeführung sind vor Ort zu beachten. Starke Kapazitätenreduktion.
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
Die Uferstudios unterstützen die Berliner Erklärung der Vielen für eine offene Gesellschaft!