Kein Schlaraffenland
Interspace Collective
Heizhaus

Poster beschnitten
Galerie Bilder ansehen
Termine
Fr 04.02.22 17:00 Uhr
Sa 05.02.22 14:00 Uhr
So 06.02.22 14:00 Uhr
Mo 07.02.22 16:00 Uhr
Di 08.02.22 16:00 Uhr
Mi 09.02.22 16:00 Uhr
Do 10.02.22 16:00 Uhr
Fr 11.02.22 11:00 Uhr
Sa 12.02.22 14:00 Uhr
So 13.02.22 15:00 Uhr
Beschreibung

Als identitätsstiftendes Kulturgut wurde das Wissen über die Zubereitung von Lebensmitteln zu Speisen von Generation zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt. Nahrung ist ein existenzieller Bestandteil aller sozialer Beziehungen. Dies gilt auch für asymmetrische Machtbeziehungen. Seit den Anfängen der Landwirtschaft haben sich die Ernährungssysteme, Nahrungsmittel und Essenspraktiken ständig weiterentwickelt, wobei jede Veränderung neue Herausforderungen sowie Komplexität mit sich brachte. So zeigt sich dies auch in asymmetrischen Machbeziehungen von Essen im Kolonialismus und tiefsitzenden postkolonialen Strukturen von Essenspraktiken und Nahrungsmitteln. Man vergisst schnell, dass vermeintlich heimische Speisen, wie etwa Kartoffeln, Mais, Paprika und andere Pflanzen, oder scheinbar stets verfügbare Gewürze, wie Pfeffer und Zucker, eine blutige Geschichte geprägt von Ausbeutung, Rassismus und Kolonialismus haben, dessen Auswirkungen sich bis heute in geopolitischen Machtasymmetrien äußern. In einer weiß dominierten Gesellschaft, in der eine weiße Mehrheit die Deutungshoheit über gutes und nicht gutes Essen besitzt, ist Essen für BiPOC oft mit Schmerz verbunden.

In der Ausstellung Kein Schlaraffenland stehen eben diese Zusammenhänge in einem kritischen postkolonialen Blick rund um das Thema Essen im Fokus. Gleichzeitig stellt die Ausstellung auch eine soziale Zusammenkunft dar, in der Essen als Togetherness sowie Essen und Essenspraktiken als subversive Kraft von BIPoC zelebriert und thematisiert werden.

Das Wort Schlaraffenland kommt von dem mittelhochdeutschen Wort sluraff, was so viel wie Faulenzer bedeutet. Es beschreibt häufig einen fernen, utopischen Ort, an dem Essen, Nahrung und Speisen im Überfluss vorhanden sind. Gleichzeitig spiegelt das Wort, das wörtlich mit Das Land der faulen Affen übersetzt werden kann, auch einen westlichen kolonialen sowie menschenverachtenden Blick auf fremde Länder und Kulturen wider, die es aufgrund ihrer "exotischen" und kostbaren Güter ohne jegliche Rücksicht auf Mensch oder Natur zu unterwerfen und auszubeuten gilt.

Besetzung

Kein Schlaraffenland kuratiert vom INTERSPACE COLLECTIVE zeigt Arbeiten von Alungoo Xatan, Jamila Barakat, Laura Suryani Thedja, Selou Sowe, Heiko-Thandeka Ncube, Frank Jimin Hopp, Mengna Tan, Sarah Zeryab, Lucila Pacheco Dehne, Isra Abdou, Nilam Ali und von Soydivision.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Es handelt sich um eine 2G+-Veranstaltung, d. h., dass ein negativer Test zusammen mit den Nachweis über den Impf- oder Genesungsstatus vorgelegt werden muss. Abstandsvorschrift sowie Maskenpflicht bleibt unabhängig davon die ganze Veranstaltung über aufrecht erhalten. Mehr Infos dazu hier.

 

Öffnungszeiten wie folgt:

Fr, 04.02, 17.00-21.00: OPENING

18.00-18.45: Soydivision „Aryati“, Listening und Diskurs-Session mit Abendessen von Soydivision, Essensspende: 8,50€

REGISTRIERUNG FÜR "ARYATI" HIER MÖGLICH.

19.30 - 20.10: Lecture Performance von Lucila Pacheco Dehne und Heiko-Thandeka Ncube

REGISTRIERUNG ZUR LECTURE PERFORMANCE HIER MÖGLICH.

20.10- 21.00: Lecture Performance von Lucila Pacheco Dehne und Heiko-Thandeka Ncube

REGISTRIERUNG ZUR LECTURE PERFORMANCE HIER MÖGLICH.


Sa, 05.02, 14.00-18.00: Ausstellung


So, 06.02, 14.00-18.00: Ausstellung


Mo, 07.02, 16.00-18.30: Ausstellung


Di, 08.02, 16.00-18.30: Ausstellung


Mi, 09.02, 16.00-18.30: Ausstellung


Do, 10.02, 16.00-18.30: Ausstellung


Fr, 11.02, 11.00-21.00: Ausstellung


18.00 - 19.15: Lecture Performance von Lucila Pacheco Dehne, Lesung von Heiko-Thandeka Ncube und Andre Harris

REGISTRIERUNG ZUR LECTURE PERFORMANCE HIER MÖGLICH.

19.15- 20.30: Lecture Performance von Lucila Pacheco Dehne, Lesung von Heiko-Thandeka Ncube und Andre Harris

REGISTRIERUNG ZUR LECTURE PERFORMANCE HIER MÖGLICH.


Sa, 12.02, 14.00-18.00: Ausstellung


So, 13.02, Finnisage 15.00-19.00

18.00-19.00: Food Performance Interspace Collective

REGISTRIERUNG ZUR FOOD PERFORMANCE HIER MÖGLICH.

Ticketpreis
freier Eintritt, Registrierung zu den einzelnen Veranstaltungsformaten über Pretix erforderlich

Mai
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031
CALL FOR ACTION - EMERGENCY FUND
Für die Einrichtung eines Notfallsfonds für kulturelle und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, um ukrainische und russische Kolleg*innen, die durch den Krieg bedroht sind, aktiv zu unterstützen.

Coronavirus (COVID-19) - Besucherregeln
Maskenpflicht besteht obligatorisch (FFP2- oder medizinische Maske)! Abstandsbestimmungen und Wegeführung sind vor Ort zu beachten. Teilweise Kapazitätenreduktion. Es herrschen individuelle Einlassbestimmungen zu den jeweiligen Veranstaltungen! Informieren Sie sich hierzu immer auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten!
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
Die Uferstudios unterstützen die Berliner Erklärung der Vielen für eine offene Gesellschaft!