ARYATI
Heizhaus und Ana Conda am Ufer

aryati instagram quadratisch
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Termine
Mi 16.03.22 12:00 Uhr
Do 17.03.22 12:00 Uhr
Fr 18.03.22 12:00 Uhr
Sa 19.03.22 12:00 Uhr
Beschreibung

Die Geschichte von Aryati spannt einen Bogen von 1920 bis 1990 von ihrer Geburt bis zu ihrem Sterbebett. Ihr Leben ist verflochten mit dem Wandel Indonesiens. Aryati wuchs während der Zeit von Niederländisch-Indien (ca. 1920) auf. Während der japanischen Besatzung und des indonesischen Unabhängigkeitskampfes (1942-1945) war ihre Liebe zwischen zwei Männern zerrissen. Sie erkundete ihre Sexualität, als sie eine Beziehung mit einer Frau begann, die eine kommunistische Aktivistin war. Als sie ihr Erwachsenenleben in den 1975er und ihr letztes Jahr in den 19990er Jahren verbrachte, sah sie, wie sich Indonesien als Nation entwickelte.
So wie sich das Land im Laufe der Zeit entwickelte, so entwickelte sich auch die Musik. Keroncong begann als ein Kolonialprodukt, bevor es von den Einheimischen als ihre Identität aufgenommen wurde. Es wurde von Europäer*innen konsumiert (bis ca. 1920), assoziiert mit der Unterschicht, erlangte eine prestigevolle Stellung in der Gesellschaft (ca. 1940), bis es zu einer populären Unterhaltung für alle
sozialen Schichten des Landes wurde (nach ca. 1970).
Aryati ist in der Zeit vom 13. bis 19. März 2022 im Heizhaus des Uferstudios geplant. Soydivision freut sich, das Leben der Aryati einem breiteren Publikum nahebringen zu können. Die Arbeit wird nicht nur die Uraufführung von "Aryati" vorstellen, sondern auch von einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen begleitet werden. Die Veranstaltungsreihe umfasst einen Diskurs über verschiedene historische Fakten und Erzählungen in diesem Stück, eine Ausstellung mit Illustrationen und Videokunst, die für dieses Stück verwendet wurden, und eine Hörperformance über die Keroncong-Musik, die ein wesentliches Element dieses Stücks ist. Die Veranstaltung wird einen näheren Blick auf die indonesische Geschichte werfen, die durch ihr Image als bloßes Touristenziel oft übersehen wurde.

Programm:
17.03.: Gesprächsformat ARYATI im Ana Conda am Ufer, 14.00-16.30 Uhr
18.03.: Listening Performance ARYATI im Ana Conda am Ufer, 17.30-19.30 Uhr
19.03.: ARYATI Premiere im Heizhaus, 21.00 Uhr

Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds, Mit Unterstützung von PSR, Neuhäute e.V., Uferstudios GmbH und Haus der Indonesischen Kulturen - Rumah Budaya Indonesia - Berlin.

Besetzung

Soydivision Kollektiv
Konzept, Regie, Musik: Ariel William Orah | Dramaturgie, Performance : Umi Maisaroh | Tanz, Performance : Ardian Hartono | Produktion, Musik : Bilawa Ade Respati | Musik, Sounddesign : Bintang Manira Manik | Lichtgestaltung : Nindya Nareswari | Bühne & Technik : Ghaliz Fikhair Hariz | Video, Installation : Rizki Rhesa Utama | Illustration & Grafik : Cindy Putri Rahadjo

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Die Veranstaltung kann nur mit 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) besucht werden. Abstandsvorschrift sowie Maskenpflicht bleibt unabhängig davon die ganze Veranstaltung über aufrecht erhalten. Mehr Infos dazu hier.

ÖFFNUNGSZEITEN DER AUSSTELLUNG:
16-19.03 Ausstellung ARYATI am ACaU, 12.00-17.00h

Anmeldung zu den Formaten am 16. und 18.3. sowie zum Ausstellungsbesuch per Mail an rsvp@soydivision.berlin.

TICKETS FÜR DIE PERFORMANCE AM 19. MÄRZ HIER.

Ticketpreis
freier Eintritt. Registrierung für die Performance am 19.03. via Pretix notwendig.

CALL FOR ACTION - EMERGENCY FUND
Für die Einrichtung eines Notfallsfonds für kulturelle und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, um ukrainische und russische Kolleg*innen, die durch den Krieg bedroht sind, aktiv zu unterstützen.

Coronavirus (COVID-19) - Besucherregeln
Wir empfehlen das Tragen einer Maske! Abstandsbestimmungen und Wegeführung sind vor Ort zu beachten. Teilweise Kapazitätenreduktion. Es herrschen individuelle Einlassbestimmungen zu den jeweiligen Veranstaltungen! Informieren Sie sich hierzu immer auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten!
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS!
Die Uferstudios unterstützen die Berliner Erklärung der Vielen für eine offene Gesellschaft!