Tirana - Offenes Studio und Recherche
Studio 12

tirana
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Termine
Sa 24.09.22 16:30 Uhr
Beschreibung

In diesem offenen Studioformat werden Elemente der Forschung und Praxis sowie Auszüge aus dem Werk Tirana gezeigt und aufgeführt. Das Studio, in dem verschiedene Arten von choreografischen und Forschungsmaterialien miteinander verwoben sind, ist für das Publikum für 2 Stunden geöffnet. In dieser Zeit können Besucher*innen frei ein- und ausgehen.

Der Forschungsprozess, der in den Jahren 2020 und 2021 stattfand, konzentrierte sich auf die Zwischenräume zwischen Atem, Klang und Gesang durch den Einsatz von erweiterter Gesangstechnik, Körperpneumatik und dem Konzept der respiratorischen Empathie. Ziel war es, eine Bewegungspraxis zu entwickeln, die die körperliche Arbeit, die mit der Atemkontrolle und der Erzeugung und Aufrechterhaltung von Klang verbunden ist, visuell sichtbar macht.

In Tirana (2022) wird diese Praxis weiterentwickelt, um eine immersive Klangchoreografie zu schaffen, die die Grenzen und die Körperlichkeit der weiblichen Stimme sowohl in der Tonhöhe als auch in der Lautstärke erforscht. Das musikalische Material stammt aus portugiesischen Volksliedern und dem weiblichen mehrstimmigen Repertoire, die traditionell laut und ausladend gesungen werden und Themen wie Frauenarbeit, Mutterschaft und Gewalt behandeln. Die Klangkünstlerin Inês Tartaruga Água schuf für das Werk ein Instrument, das als Erweiterung von Atem und Stimme fungiert und die Aufmerksamkeit auf die haptische Natur des Klangs und die Beziehung zwischen verschiedenen Resonanzkörpern im Raum lenkt.

Tirana ist:
- Eine Art Fandango (Musik oder Tanz in 3/4 oder 6/8)
- ein altes populäres spanisches Lied mit mäßiger Bewegung und synkopischem Rhythmus im Dreiertakt, das aus einem Lied hervorgegangen ist, das mit den Worten ¡Ay, tirana, tirana! begann
- eine undankbare, betrügende oder böse Frau.
- eine grausame Frau

Forschung:
Gefördert durch die Kunststiftung NRW. Unterstützt vom PACT Zollverein im Rahmen einer #TakeCareResidenz und #TakeHeartResidenz. Gefördert durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V. im Rahmen von Neustart Kultur: #TakeThat, unterstützt vom Fonds Darstellende Künste e.V. und gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Produktion:
Eine Produktion von Crybaby GbR und Associação Calote Esférica. Ko-Produziert von Museu de Serralves und Museum Folkwang. Gefördert durch NPN Stepping Out, Kunststiftung NRW und Direcção-Geral das Artes. Mit der Unterstützung von CAMPUS Paulo Cunha e Silva.

AUSUFERN wird unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

Besetzung

Choreografie, künstlerische Leitung: Luísa Saraiva | Instrumente: Inês Tartaruga Água | Performance: Fabíola Augusta, Luisa Fernanda Alfonso, Luísa Saraiva | Outside Ear & Dramaturgische Unterstützung: Francisco Antão | Recherche: Alice Heyward, Luísa Saraiva, Julius Gabriel | Forschung und Atemtraining: Sudeep Kumar Puthyaparambath | Kostüme: Isabelle Lange | Vocal Coach: Fabíola Augusta | Videobearbeitung: Thaís Nepomuceno | Produktionsleitung: Apricot Productions (DE), Joana Silva (PT) | Danke an: Grupo de Folclore Terras de Arões, Grupo de Cantares do Paúl, Arnaldo Saraiva, Niklaus Bein

Luísa Saraiva ist eine in Porto, Portugal, geborene Choreografin und Performerin, die in Berlin und Porto lebt. Sie hat einen Master in Psychologie an der Universität Porto und einen Bachelor in Tanz an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre künstlerische Praxis erforscht die Sprache des Körpers und der Stimme und liegt an der Schnittstelle von Bewegung und Musikkomposition. Ihre Arbeit entwickelte sich durch die Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen, wie Lea Letzel, Carlos Azeredo Mesquita und Senem Gökce Ogultekin. Im Jahr 2019 wurde Luísa für das danceWeb-Stipendium unter der Mentorschaft von Mette Ingvartsen, Anne Juren und Annie Dorsen ausgewählt. In der Spielzeit 2019/2020 war sie eine der Choreograf*innen in Residenz am K3 | Tanzplan Hamburg. Als Kuratorin hat sie mit dem Museum Folkwang in Essen und der Galeria Municipal do Porto an interdisziplinären Ausstellungs- und Symposiumsformaten gearbeitet.

Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)

Dauer: ca. 90 min

Im Anschluss an "Tirana" und "In the Core of a Song" wird um 19.30 Uhr im Studio 17 ein Artist Talk mit Luísa Saraiva und Paulina Miu Kühling über traditionelle Gesangstechniken stattfinden.

Ticketpreis
freier Eintritt

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Für die Einrichtung eines Notfallsfonds für kulturelle und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, um ukrainische und russische Kolleg*innen, die durch den Krieg bedroht sind, aktiv zu unterstützen.

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